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FAQ

Was sagen die Experten des Bundesumweltministeriums zum Zustand von Tihange-2 und Doel-3?

Die FANC hat im Jahre 2012 die europäischen atomrechtlichen Aufsichtsbehörden über die Anzeigen informiert, während des Nachbewertungsprozesses laufend international weiter informiert und im Jahr 2015 technische Dokumente der Nachbewertung veröffentlicht.

Im Dezember 2015 bat das BMU die Reaktor-Sicherheitskommission (RSK), die veröffentlichten technischen Dokumente der Entscheidungsgrundlagen der FANC auf Plausibilität zu prüfen.

Die RSK kam im April 2016 in einer vorläufigen Kurzstellungnahme zu dem Ergebnis, dass ein Integritätsverlust der RDB-Wand im Normalbetrieb nicht zu unterstellen sei. Auch bei Störfällen gebe es keine konkreten Hinweise, dass die Sicherheitsabstände aufgezehrt seien. Es könne aber auch nicht bestätigt werden, dass diese sicher eingehalten werden. Hierzu bedürfe es noch zusätzlicher Nachweise und der Validierung einiger Methoden.

Es folgte ein intensiver Austausch zwischen den deutschen und belgischen Experten. Fragen der RSK konnten zur Zufriedenheit der RSK-Vertreter beantwortet werden. In einer veröffentlichten Stellungnahme vom 09. Juli 2018 bestätigt die RSK, dass ihre offenen Sicherheitsfragen weitgehend geklärt sind. Auch eine Frage zur Validierung der Berechnungsmethoden für Rissfelder auf Basis von Experimenten wurde beantwortet. Es wurde dabei auch deutlich, dass zusätzliche Experimente zur weiteren Absicherung der Aussage sinnvoll wären. Vor diesem Hintergrund erklärte sich Belgien zur Beteiligung an einem laufenden Forschungsvorhaben der Materialprüfungsanstalt Stuttgart bereit, das zur weiteren Klärung beitragen kann.

Enthalten in Fragen und Antworten zu

Deutsch-Belgisches Atomabkommen