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29.08.2014 | Protokolle und Berichte | Nanotechnologie

Nanomaterialien – eine Herausforderung an die Bewertung von Chemikalien in der Umwelt

Zur Bewertung der potenziellen Risiken von Chemikalien in der Umwelt werden standardisierte und harmonisierte Testverfahren wie z. B. die Testrichtlinien und Leitfäden der OECD herangezogen, in denen Verhalten und Wirkung von Chemikalien anhand festgelegter und definierte Aspekte abgefragt werden. Nanomaterialien verfügen allerdings über besondere physikalische und chemische Eigenschaften, die zur Konsequenz haben könnten, dass sich Nanomaterialien in der Umwelt anders verhalten und anders wirken als herkömmliche Chemikalien. Die Ergebnisse bisheriger Forschung zeigen, dass die Betrachtung zusätzlicher Aspekte, die über die in den Testverfahren festgelegten hinausgehen, für die Abschätzung von Verhalten und Wirkung von Nanomaterialien und damit auch für die Bewertung des potentielle Umweltrisikos entscheidend sein kann.
Gefördert durch das BMUB hat das Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie - IME eine Strategie zur Untersuchung von Verhalten und Wirkung synthetischer Nanomaterialien in der Umwelt entwickelt, die darüber hinaus über ein gestuftes Verfahren zu einer ersten Bewertung der potentiellen Risiken von Nanomaterialien in der Umwelt gelangt.