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01.10.2012 | Protokolle und Berichte | Bodenschutz und Altlasten

Information zur Sanierung der Altlasten des Braunkohlebergbaus in den neuen Ländern

Ende der 1980er Jahre wurden im Braunkohletagebau der ehemaligen DDR rund 300 Millionen Tonnen Rohbraunkohle pro Jahr gefördert. Ca. 45 Prozent dieser Fördermenge wurden in Großkraftwerken verstromt, während 55 Prozent in sogenannten Veredlungsbetrieben (Brikettfabriken, Kokereien, Schwelereien) und in Betrieben der chemischen Industrie weiterverarbeitet bzw. in regionalen Heizkraftwerken zur Wärmeversorgung eingesetzt wurden. Die Rohbraunkohle deckte rund 70 Prozent des Primärenergiebedarfs der ehemaligen DDR und rund 80 Prozent des Brennstoffbedarfs für die Elektroenergieerzeugung.

Die Kehrseite dieser intensiven Braunkohleförderung und Braunkohlenutzung waren einerseits eine Spitzenposition bei den Pro-Kopf-Belastungen durch braunkohle-typische Schadstoffe wie z. B. SO2 oder Staub, und zum anderen extreme ökologische Schäden.