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01.11.2003 | Protokolle und Berichte | Gesundheit und Umwelt

BMU - 2003 - 628 Dosisrekonstruktion mit EPR-Spektroskopie von Milchzähnen

- Schriftenreihe Reaktorsicherheit und Strahlenschutz -

In den letzten Jahrzehnten wurde immer wieder infolge verschiedener Unfälle oder unsachgemäßer Anwendung und Entsorgung von Strahlenquellen eine nicht unerhebliche Anzahl von Personen radioaktiver Strahlung in unterschiedlichem Ausmaß ausgesetzt. Da sich auch trotz aller Vorsichtsmaßnahmen immer wieder Unfälle ereignen - jüngstes Beispiel ist der Unfall von Tokaimura - können erhöhte Strahlenexpositionen der Bevölkerung auch in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Nach derartigen Ereignissen zeigt sich häufig, dass Radioaktivitäts- und Ortsdosismessungen nicht in ausreichenden Maße durchgeführt wurden, um die Unfallsituation hinreichend genau zu beschreiben. Dies macht eine Ermittlung der Dosen, denen Einzelpersonen oder bestimmte Gruppen der Bevölkerung ausgesetzt waren, oftmals schwer, wenn nicht unmöglich. Die retrospektive Abschätzung von Strahlenexpositionen ist somit von grundlegender Bedeutung für die Analyse des Strahlenrisikos und sie ist ein wichtiger Bestandteil in vielen epidemiologischen Untersuchungen.

(Auszug aus dem Inhalt der Schriftenreihe)