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22.03.2019 | Informationspapiere und Hintergründe | Protokolle und Berichte | Nanotechnologie

5. Dialogphase: FachDialog 3 | Risikoforschung, -kommunikation und -management zu Nanomaterialien am Beispiel des Langzeitprojektes "Nano-In-Vivo"

Möglichkeiten transparenter Kommunikation von Chancen und Risiken der Nanotechnologien

In den Jahren 2012 bis 2018 untersuchten BASF, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Umweltbundesamt (UBA), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) die Langzeitwirkungen von Nanomaterialien am Beispiel nano-Cerdioxid. Das weltweit einzigartige Langzeitfoschungsprojekt "Nano-In-Vivo" stand unter der Schirmherrschaft des Bundesumweltministeriums.

In Nano-In-Vivo wurden Langzeiteffekte von Nanomaterialien in der Lunge und in anderen Organen von Ratten untersucht. Ein besonderer Fokus lag dabei auf der Untersuchung von Wirkungen im Bereich niedriger Dosen über einen längeren Zeitraum, um chronische Wirkungen von Nanomaterialien zu ermitteln. Das eingesetzte Material war Cerdioxid.

Die histopathologischen Untersuchungen an Ratten wurden vom Fraunhofer Institut für Toxikologie und Experimentelle Medizin (ITEM) konzeptioniert und durchgeführt. Für die fachliche Begleitung und anschließende Bewertung der Ergebnisse sind die Bundesoberbehörden BAuA, UBA und BfR verantwortlich. Ein externer Beraterkreis aus hochrangigen, international renommierten, unabhängigen Wissenschaftlern war beratend für das Studiendesign tätig und begleitete die Untersuchungen.

Im April 2018 wurden die Ergebnisse im Rahmen des FachDialogs vorgestellt und in den übergreifenden regulatorischen Kontext eingeordnet. Zudem wurden Fragestellungen der Forschungszusammenarbeit und der transparenten Kommunikation von Forschungsergebnissen vertiefend diskutiert. Dazu waren insbesondere Vertreterinnen und Vertreter zivilgesellschaftlicher Gruppen eingeladen.

Aktualisierungsdatum: 31.03.2020