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04.09.2020 | Beschlüsse und Erklärungen | Artenschutz

Entwurf des Aktionsplans für die prioritären Pfade invasiver Arten

Beteiligung der Öffentlichkeit in der Entwurfsphase

Die Verordnung (EU) Nr. 1143/2014 des europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Oktober 2014 über die Prävention und das Management der Einbringung und Ausbreitung invasiver gebietsfremder Arten dient dem Ziel, die nachteiligen Auswirkungen invasiver gebietsfremder Arten auf die Biodiversität und die damit verbundenen ökologischen Leistungen sowie auf die menschliche Gesundheit und die Sicherheit zu verhindern, zu minimieren und abzuschwächen sowie ihre sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen zu verringern.

Die Bestimmungen dieser Verordnung folgen dem dreistufigen, hierarchischen Prinzip des internationalen Übereinkommens über die biologische Vielfalt zum Umgang mit invasiven gebietsfremden Arten: (i) Prävention, (ii) Früherkennung und sofortige Beseitigung sowie (iii) Management invasiver Arten. Die nicht vorsätzliche Einbringung und Ausbreitung invasiver Arten durch den Einfluss des Menschen sollen gemäß Artikel 13 der EU-Verordnung durch präventive Maßnahmen an den prioritären Pfaden der Einbringung und Ausbreitung invasiver Arten verhindert werden.

Berichterstattung

Gemäß Artikel 13 der EU-Verordnung ist innerhalb von drei Jahren nach Annahme einer Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung ein Aktionsplan für die prioritären Pfade der Einbringung und Ausbreitung invasiver Arten zu erstellen und an die EU-Kommission zu übermitteln.

Das federführende Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit beteiligt die Öffentlichkeit gemäß Artikel 26 der EU-Verordnung frühzeitig bei der Erstellung des Aktionsplans für die prioritären Pfade invasiver Arten.

Beteiligungsmöglichkeiten

Der Entwurf des Aktionsplans für die prioritären Pfade invasiver Arten wird ab dem 15. September 2020 für die Dauer von einem Monat unter dieser Webseite bereitgestellt und kann von dort heruntergeladen oder ausgedruckt werden. Die Auslegung endet mit Ablauf des 15. Oktober 2020.

Darüber hinaus liegt jeweils ein Exemplar des Entwurfs in der Bibliothek des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz nukleare Sicherheit (BMU), Robert-Schuman-Platz 3, 53175 Bonn, und in der Stresemannstraße 128 – 130, 10117 Berlin, zur Einsichtnahme aus. Die persönliche Einsichtnahme erfolgt nur nach Absprache, entweder schriftlich unter www.bmu.de/WS1425 oder telefonisch unter 0228/99 305 3333 (Bonn) beziehungsweise 030/18 305 4444 (Berlin).

Die Öffentlichkeit kann innerhalb eines Monats nach Ablauf der Auslegungsfrist zum Entwurf des Aktionsplans für die prioritären Pfade invasiver Arten schriftlich oder elektronisch Stellung nehmen.

Sie können Ihre Stellungnahme zum Entwurf des Aktionsplans für die prioritären Pfade invasiver Arten an das BMU an folgende E-Mail-Adresse schicken:

aktionsplan-ias@bmu.bund.de

Per Post können Sie Ihre Stellungnahme zum Entwurf des Aktionsplans für die prioritären Pfade invasiver Arten an folgende Adresse senden:

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Referat N I 6
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Stichwort "Aktionsplan IAS"

Die Frist zur Abgabe einer schriftlichen oder elektronischen Stellungnahme endet am 16. November 2020 um 24.00 Uhr. Nach Fristende eingehende Stellungnahmen können nicht berücksichtigt werden.

Aktualisierungsdatum: 08.10.2020