Digitalisierung

Transkript zum Video "Umweltschutz und künstliche Intelligenz"

Video „Umweltschutz und künstliche Intelligenz“

Die Digitalisierung kann zum Brandbeschleuniger für Umweltprobleme werden.

Schon heute geht rund ein Fünftel des weltweiten Energieverbrauchs auf die Digitalisierung zurück.

Sie könnte künftig für mehr CO2-Ausstoß verantwortlich sein als der weltweite Kfz-Verkehr.

Und der Export von Elektroschrott und die unsachgemäße Entsorgung nehmen zu, wodurch die Umwelt leidet.

Aber die Digitalisierung kann auch zu Lösungen für den Klima- und Umweltschutz beitragen.

Und genau das will das Bundesumweltministerium mit der Umweltpolitischen Digitalagenda erreichen: die Digitalisierung so gestalten, dass sie uns in eine lebenswerte, treibhausgasneutrale Zukunft führt.

Dabei spielt der Einsatz von Künstlicher Intelligenz eine zentrale Rolle.

Die Förderinitiative "KI-Leuchttürme – für Umwelt, Klima, Natur und Ressourcen" fördert deshalb Projekte, die Künstliche Intelligenz für den Klima- und Umweltschutz nutzen.

Ein Beispiel: Die globale Textilproduktion emittiert mehr CO2 als die internationale Luft- und Schifffahrt zusammen. Viele Textilien werden jedoch nicht recycelt.

Warum? Weil man die genaue Zusammensetzung eines TShirts kennen muss, um es zu Rohstoffen für neue Bekleidung verarbeiten zu können.

Hier setzt das KI-Leuchtturmprojekt "Circular Textile Intelligence" an.

Mithilfe von Künstlicher Intelligenz und der physikalischen Methode "Spektroskopie" werden Altkleider analysiert und sortiert.

So läuft der Kreislauf des Recyclings in dieser Branche wirklich rund.

Künstliche Intelligenz kann auch einen Beitrag zum Naturschutz leisten und dabei helfen, Ökosysteme zu erhalten.

Denn: Klimawandel, Schädlingsbefall und Schadstoffe machen dem Wald zu schaffen.

Damit er auch zukünftig seine Nutz-, Schutz- und Erholungsfunktion erfüllen kann, muss er robuster werden.

Ziel des KI-Leuchtturmprojekts "Future Forst" ist es, unsere Wälder so zu gestalten, dass sie den Herausforderungen der Zukunft besser gewachsen sind.

Wie? Indem Künstliche Intelligenz Zusammensetzung, Bodenbeschaffenheit und viele andere Faktoren von Wäldern analysiert.

Danach können die verschiedenen Baumarten an ihrem optimalen Standort gepflanzt werden. So entstehen Wälder, die den Klimawandel überstehen.

Auch beim Konsum kann Künstliche Intelligenz uns helfen, die Umwelt zu schützen.

Denn oft wissen wir nicht: Wie hat das, was wir konsumieren, direkten Einfluss auf Klimawandel und Umweltzerstörung?

Das KI-Leuchtturmprojekt: "Green Consumption Assistant" baut mit Künstlicher Intelligenz eine Datenbank auf.

Sie zeigt, welche Umweltauswirkungen Produkte oder Dienstleistungen haben.

Gibt es eine nachhaltigere Alternative, wird sie vorgeschlagen. Wie zum Beispiel Repair-, Verleih- oder Sharing-Optionen.

Denn dadurch wird der Kauf gar nicht erst nötig.

Und das ist besonders gut für die Umwelt und das Klima.

Die Umweltpolitische Digitalagenda wird fortlaufend weiterentwickelt. Denn Klima- und Umweltschutz müssen nachhaltig in der Digitalpolitik verankert werden.