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COP24 - UN-Klimakonferenz

Die 24. Weltklimakonferenz (Conference of the Parties, COP) wird vom 2. bis 14. Dezember 2018 im polnischen Katowice stattfinden. Nach 2008 (Posen) und 2013 (Warschau) richtet Polen zum dritten Mal die Weltklimakonferenz aus.

Die diesjährige Konferenz ist die wichtigste seit der COP21 im Jahr 2015, bei der das Übereinkommen von Paris verabschiedet wurde. Im Mittelpunkt stehen zwei Themen: es sollen erstens die Umsetzungsregeln für das Übereinkommen verabschiedet werden. Nachdem in Paris beschlossen wurde, welche Ziele sich die Staatengemeinschaft setzt und welche Verpflichtungen die Staaten haben, ist jetzt zu entscheiden, wie die Verpflichtungen umgesetzt werden sollen. Zweitens werden die Staaten im Rahmen des Talanoa Dialogs beraten, wie die Klimaziele weltweit verbessert werden können. Von diesem Dialog soll ein starkes Signal für bessere national bestimmte Beiträge (NDCs) im Jahr 2020 ausgehen. Im Rahmenprogramm der Verhandlungen werden Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft zeigen, dass es eine wachsende weltweite Bewegung für mehr Klimaschutz gibt, die weit über die klassische Umwelt-Community hinausgeht.

Videobotschaft von Alexander Gerst zur COP24

Meldungen zur COP24

Klimaschutz | 06.12.18

Rede auf der 11. Kommunalen Klimakonferenz

In ihrer Rede hebt die Bundesumweltministerin die Bedeutung engagierter Kommunen für den Klimaschutz hervor. Darüber hinaus geht sie auf ihre Erwartungen an die 24. Weltklimakonferenz in Katowice ein.
Klimaschutz | 09.12.18

COP24 in Katowice – eine Gebrauchsanweisung

Auf der diesjährigen COP24 in Katowice/Polen treffen sich unter polnischer Präsidentschaft Regierungsvertreter aus 197 Staaten, um die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens voran zu bringen.
Klimaschutz | 03.12.18

Zusage für internationalen Klimafonds verdoppelt

Die Bundesregierung hat weitere 1,5 Milliarden Euro für den Grünen Klimafonds angekündigt. Dieser fördert bereits 93 Projekte und hilft damit den Ländern, die schon heute besonders unter den Folgen des Klimawandels leiden.
Klimaschutz | 03.12.18

Erfahrungsaustausch deutscher und polnischer Kommunen

Zwischen deutschen und polnischen Kommunen ist in den letzten Jahren ein reger Austausch zu klimapolitischen Erfahrungen entstanden. Hierzu gibt es zahlreiche gute Beispiele, wie Klimaschutz aktiv und erfolgreich umgesetzt wird.
UN-Klimakonferenzen | 30.11.18

Svenja Schulze reist zur Weltklimakonferenz in Katowice

Bundesministerin Svenja Schulze reist am 2. Dezember zur Weltklimakonferenz (COP24) nach Katowice. Ziel der Konferenz ist es unter anderem, ein gemeinsames Regelwerk zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens zu erarbeiten.
Internationale Umweltpolitik | 08.11.18

Vom Wissen zum Handeln

Kann die Weltgemeinschaft das 1,5-Grad-Ziel noch schaffen? Der Weltklimarat hat dazu den wissenschaftlichen Kenntnisstand zusammengestellt. In Vorbereitung auf die COP24 informierten Fachleute und das BMU über den Sonderbericht.
Porträt von Jochen Flasbarth
UN-Klimakonferenzen | 01.12.18

Flasbarth zur bevorstehenden 24. UN-Klimakonferenz

Im Interview mit dem Hessischen Rundfunk sprach Staatssekretär Jochen Flasbarth über die Rolle von Deutschland bei der Weltklimakonferenz und darüber wie die Klimaschutzziele in Deutschland und der Welt umgesetzt werden können.
Klimaschutz | 22.11.18

Guardians of the Earth – Diskussion mit Filmvorführung

Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz 2018 im polnischen Katowice zeigte das BMU in Berlin den Film "Guardians of the Earth". Einleitend fand eine Diskussion mit Staatssekretär Jochen Flasbarth statt.
Internationale Umweltpolitik | 24.10.18

Ministertreffen zur Vorbereitung der COP24

Vom 22. bis 24. Oktober 2018 trafen sich Minister und Delegationsleiter von 37 Staaten auf Einladung von Polen in Krakau und diskutierten die möglichen Ergebnisse der nächsten Klimakonferenz (COP24).
Internationale Umweltpolitik | 10.09.18

Klimaverhandlungen in Bangkok bereiten COP24 vor

Bei einem zusätzlichen Verhandlungstreffen auf Arbeitsebene in Bangkok haben Klimadiplomaten aus fast 200 Ländern die Weltklimakonferenz in Katowice (COP24) Ende des Jahres vorbereitet.
Klimaschutz | 19.06.18

Umwelt- und Klimaschutz zentrale Bedeutung für die EU

Svenja Schulze und der französische Umweltminister Nicolas Hulot haben auf dem deutsch-französischen Ministertreffen auf Schloss Meseberg die enge Zusammenarbeit beider Länder im Umwelt- und Klimabereich bekräftigt.
Klimaschutz | 18.06.18

Eröffnungsrede zum 9. Petersberger Klimadialog

Am 18. und 19. Juni lädt das Bundesumweltministerium zusammen mit der Regierung der Republik Polen zum 9. Petersberger Klimadialog in Berlin ein.
Internationale Umweltpolitik | 28.05.18

Rede auf der Global Solutions Conference

Auf der Global Solutions Conference redet Svenja Schulze über die Stärkung des Multilateralismus sowie Klima- und Umweltschutz in der G20.
Wolkenhimmel in Form von allen Kontinenten
Klimaschutz | 11.05.18

Weiterer Schritt zur Umsetzung des Pariser Abkommens

Ländervertreter aus aller Welt trafen sich in Bonn, um sowohl die Detailregeln des Pariser Abkommens zu entwickeln, als auch stärkere Klimaschutzmaßnahmen in den Ländern anzustoßen.
mehr Meldungen

Das Wichtigste in Kürze

Wie viele Staaten nehmen an der Weltklimakonferenz teil?

An der 24. Klimakonferenz nehmen die 196 Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention und die EU, die ebenfalls Vertragspartei ist, teil, also 197 Vertragsparteien.


Wer richtet 2018 die Weltklimakonferenz aus?

Die Organisation und Tagesordnung des Gipfels liegen in den Händen des UNFCCC-Sekretariats und der Präsidentschaft Polen.


Wo findet die Weltklimakonferenz 2018 statt?

Die 24. Weltklimakonferenz (COP24) findet im International Conference Centre (MCK) und dem naheliegende Spodek Arena in Katowice, Polen, statt. Katowice liegt im Herzen des schlesischen Kohlebeckens und wurde aufgrund seiner Erfahrungen bei der jüngsten Transformation in eine klimafreundliche Region ausgewählt. Die Region ist mit dem Ruhrgebiet vergleichbar.


Wie sind die Staaten bei den Weltklimaverhandlungen organisiert?

Für die Verhandlungen organisieren sich die Staaten in Gruppen, die ihre Interessen gemeinsam vertreten. Die vier nicht-überlappenden Verhandlungsgruppen sind die EU, die Umbrella Gruppe, in der sich andere Industriestaaten und wenige Schwellenländer organisieren, die Gruppe Umweltintegrität, in der insbesondere Schweiz, Mexiko und Korea verhandeln, und die Gruppe der 77 und China, in der alle weiteren Schwellen- und Entwicklungsländer organisiert sind.


Was wird wann bei der Weltklimakonferenz verhandelt?

Die technischen Verhandlungen beginnen am Sonntag, den 2. Dezember. Am Montag, den 3. Dezember treffen sich Staats- und Regierungschefs, um politische Erwartungen an die Konferenz zu formulieren und insbesondere ein Signal für "just transition", für den gerechten Übergang in eine klimaneutrale Welt zu senden. In der ersten Woche wird auf Beamtenebene verhandelt. Ziel ist es, die Texte, die den Verhandlungen zugrunde liegen, so weit wie möglich unstreitig zu stellen. Für die Punkte, bei denen noch keine Einigung erzielt werden kann, werden in der zweiten Woche auf Ministerebene Lösungen erarbeitet. Am Freitag, den 14. Dezember sollen die finalen Dokumente vom Plenum der Vertragsstaatenkonferenz beschlossen werden.


Welche Rolle übernehmen Deutschland und die EU bei der Weltklimakonferenz?

Deutschland verhandelt als Teil der EU. Die Rolle der EU als Staatengemeinschaft in den Verhandlungen ist vielfach die des Brückenbauers zwischen teilweise divergierenden Interessen von Staaten. Dies gelingt ihr, da sie selber sehr unterschiedliche Staaten umfasst und ihre Positionen oft schon einen Kompromiss darstellen. Innerhalb der Bundesregierung ist das BMU für die Klimaverhandlungen federführend.


Wie präsentiert sich Deutschland auf der Weltklimakonferenz?

Deutschland wird auch dieses Jahr wieder einen eigenen Pavillon haben. Dieser befindet sich in der Area E (Stand 11). Der Veranstaltungsraum wird zur Hälfte für Veranstaltungen der nicht-staatlichen und sub-nationalen Akteure zur Verfügung gestellt. Die andere Hälfte wird für Veranstaltungen der Bundesregierung genutzt. Dabei wird die Arbeit der Bundesregierung und ihrer Partner im Bereich der nationalen und internationalen Klimapolitik präsentiert und diskutiert. Das UN-Klimasekretariat und die Bundesregierung verzichten weitgehend auf gedruckte Publikationen und Materialien und nutzen stattdessen Wege der elektronischen Datenübertragung, um eine möglichst papierarme Konferenz zu ermöglichen.


Was geschieht außerhalb der Klimaverhandlungen?

Neben dem offiziellen Verhandlungsgelände wird es noch ein weiteres Gelände (Area G) geben. Hier können Akteure der nationalen und internationalen Klimapolitik, wie Regierungen und Nichtregierungsorganisationen, ihre Aktivitäten vorstellen und an den so genannten Side Events teilnehmen. Der Austausch zwischen den Akteuren steht hierbei im Vordergrund.


Social Media-Kanäle zur #COP24

Was Deutschland von der Weltklimakonferenz in Polen erwartet

  • Robuste Regeln für die weltweiten Klimaziele

    Mit dem Übereinkommen von Paris hat sich die Staatengemeinschaft insbesondere zum Ziel gesetzt, die Erderwärmung gegenüber vorindustrieller Zeit auf deutlich unter zwei Grad, möglichst auf 1,5 Grad zu beschränken. Das Abkommen etabliert einen Zyklus, mit dem die Staaten ihre Klimaschutzanstrengungen kontinuierlich verbessern. Jeder Staat legt einen nationalen Klimaschutzbeitrag (NDC) fest und erklärt vorab genau, wie sich dieser zusammensetzt. Dann setzt der Staat die im NDC beschriebenen Maßnahmen um. Alle zwei Jahre berichtet jeder Staat in transparenter Weise, welche Emissionsminderungen er erreicht hat. Diese Berichte werden von der Staatengemeinschaft überprüft. Alle fünf Jahre diskutiert die Staatengemeinschaft in der "globalen Bestandsaufnahme" wie die Klimaschutzbeiträge aller Staaten verbessert werden können. Daran anschließend legt jeder Staat für sich einen neuen nationalen Beitrag fest. Das Abkommen verpflichtet die Staaten jedes Mal, einen anspruchsvolleren Beitrag vorzulegen.

    Das Übereinkommen von Paris erkennt an, dass Staaten sich auch an den Klimawandel anpassen müssen. Auch über diese Aktivitäten sollen die Staaten berichten. Die entwickelten Staaten haben zugesagt, die sich entwickelnden Länder finanziell, technologisch und beim Aufbau von Kapazitäten zu unterstützen. Mit den Umsetzungsregeln wird jetzt im Detail festgelegt, wie die Informations- und Berichterstattungspflichten zu Minderung, Anpassung und Finanzierung im Detail ausgestaltet werden sollen.

    Nationale Klimaziele überprüfen und verbessern

    Um einen lösungsorientierten Austausch zwischen den Staaten zu ermöglichen, gibt es den Talanoa-Dialog. Hierbei soll aufgezeigt werden, wo die Staatengemeinschaft zurzeit beim globalen Klimaschutz steht und wie sie sich verbessern kann. Deutschland erwartet von der politischen Phase des Talanoa-Dialogs bei der 24. Weltklimakonferenz ein deutliches politisches Signal, mit dem die Minister ankündigen, ihre nationalen Klimaziele (NDCs) auf Verbesserungsmöglichkeiten zu überprüfen und im Jahr 2020 die NDCs zu aktualisieren oder erneut vorzulegen. Einen maßgeblichen wissenschaftlichen Input leistet hierfür der im Oktober 2018 veröffentlichte IPCC-Sonderbericht über 1,5 Grad globale Erwärmung.

    Einen Fortschritt erhofft sich Deutschland auch bei der Klimafinanzierung. Das gilt für die Berichterstattung, die Klimafinanzarchitektur sowie die Erreichung des Langfristziels, also bei der 100 Milliarden-Zusage der Industrieländer. Zentrale Institutionen wie der Grüne Klimafonds und der Anpassungsfonds sollen weiter gestärkt werden.

  • "Wir wollen ein Verfahren verabreden, wie wir alle auf der Welt innovativer und noch besser werden können beim Klimaschutz."
    Bundesumweltministerin Svenja Schulze

    Geminderte Emissionen klar darstellen

    Deutschland und die EU wollen auf der 24. Weltlimakonferenz robuste und effektive Umsetzungsrichtlinien für das Übereinkommen von Paris vereinbaren. Diese Regeln sollen sicherstellen, dass alle Staaten den gleichen Berichterstattungsregeln folgen. Dazu sollen sowohl die erzielten Emissionsminderungen als auch die zur Verfügung gestellte beziehungsweise erhaltene Klimafinanzierung klar und ohne Lücken dargestellt werden. In der Überprüfung der Berichte soll auch festgehalten werden, welche Fortschritte ein Land bei der Umsetzung seiner Minderungsaktivitäten macht. Die Regeln müssen darüber hinaus die Unterschiedlichkeit der Staaten berücksichtigen, wo dies erforderlich ist, ohne die Robustheit der Regeln zu unterlaufen. Solche Regeln ermöglichen ein realistisches Bild über die Entwicklung der Emissionen. Sie geben Staaten die Gewissheit, dass nicht nur sie selber, sondern auch ihre wichtigsten Wettbewerber ambitionierten Klimaschutz betreiben. Sie erleichtern es allen Akteuren, noch ambitionierter im Klimaschutz zu handeln. Aus unserer Sicht schafft ein klares regelbasiertes System hierfür die Voraussetzung.

Fakten, Trends und Impulse deutscher Klimapolitik

Klimaschutz in Zahlen

2018 erarbeitete die Bundesregierung ein Maßnahmenprogramm zum Klimaschutzplan, um sicherzustellen, dass die Treibhausgasemissionen in Deutschland bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber 1990 gemindert werden. Zum fünften Mal bereitet das Ministerium Daten zum Thema anschaulich und allgemeinverständlich für eine breite Öffentlichkeit auf und bietet viele Informationen und Grafiken rund um den Klimaschutz – international, europaweit und national.

Klimaschutz in Zahlen
Verpflichtung der Staaten beim Klimaschutz

Paris-Abkommen

Am 12. Dezember 2015 wurde in Paris Geschichte geschrieben: Auf der internationalen Klimakonferenz, auch "COP 21" genannt, wurde das Pariser Abkommen beschlossen. Nach vielen Jahren intensiver Verhandlungen haben sich damit alle Staaten dazu verpflichtet, die Weltwirtschaft auf klimafreundliche Weise zu verändern.

Meilenstein der internationalen Klimapolitik

Kyoto-Protokoll

Das Kyoto-Protokoll gilt als Meilenstein in der internationalen Klimapolitik. Es wurde auf der dritten Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention in Kyoto 1997 (COP 3) verabschiedet und enthielt erstmals rechtsverbindliche Begrenzungs- und Reduzierungsverpflichtungen für die Industrieländer.

Vorbereitungen zur COP