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Online-Dialog und Online-Umweltforum zum Integrierten Umweltproramm 2030

Online-Dialog und Umweltforum zum Integrierten Umweltproramm 2030

BMUB

Was wurde diskutiert?

Die Teilnehmenden des Online-Rats haben selbst bestimmt, zu welchen inhaltlichen Themen sie diskutieren möchten. Es ergaben sich sechs Themenfelder, mit jeweils zwei bis drei verschiedenen Diskussionssträngen:

  • Grafik "Umweltfreundliche Mobilität"

    Umweltfreundliche Mobilität

    Die umweltfreundliche Mobilität war das Thema, das im Online-Rat am meisten diskutiert wurde. Auch im öffentlichen Online-Umweltforum brachten viele der Teilnehmenden ihre Meinung hierzu ein. Kein Wunder: Wir alle sind Verkehrsteilnehmer/innen und täglich damit konfrontiert, wie wir von A nach B kommen. Nehme ich das Rad oder ist das Auto nicht doch praktischer? Wir haben Spaß am mobilen Leben und ärgern und gleichermaßen über verstopfte Straßen, schlechte ÖPNV-Verbindungen oder hohe CO2-Emissionen, die durch Auto- und Flugverkehr entstehen.

    Diskussionsthesen:

    • Wir wollen weniger Autoverkehr!
    • Elektromobilität und alternative Technologien fördern
    • Flüge sind zu billig
    • Politik muss Prioritäten setzen!
    Grafik "Wegwerfgesellschaft? Wie schonen wir Ressourcen und vermeiden Abfall?"

    Wegwerfgesellschaft? Wie schonen wir Ressourcen und vermeiden Abfall?

    Plastik in den Ozeanen? Haushaltsgeräte, die nach kürzester Zeit kaputt gehen? Abbau von wertvollen Rohstoffen unter menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, damit neue Handys produziert werden können? Das alles sind Themen, die in den Medien immer wieder aufgegriffen werden. Was bedeutet das für unseren alltäglichen Konsum? Welche Erwartungen haben Sie an Politik und Wirtschaft?

    Diskussionsthesen:

    • Gegen Obsoleszenz, für Haltbarkeit und Reparierbarkeit
    • Verpackungswahn beenden, Abfallvermeidung, Stoffkreisläufe schließen
    Grafik "Natur- und Tierschutz"

    Natur- und Tierschutz

    Im Online-Rat wurde betont, dass der Fleischkonsum in unserer Gesellschaft zu hoch ist, der Preis für Fleisch sollte höher liegen und dem Produkt angemessen gezahlt werden. Die Bürgerinnen und Bürger sprachen sich gegen die sogenannte "Massentierhaltung" aus. In der öffentlichen Dialogphase beteiligten sich viele in der Landwirtschaft tätigen Menschen und kritisierten die Forderungen aus dem Online-Rat scharf.

    Diskussionsthesen:

    • Massentierhaltung verbieten!
    • Tierarten und ihre Lebensräume besser schützen
  • Grafik "Umweltbildung, Umweeltbusstsein und Transparenz"

    Umweltbildung, Umweeltbusstsein und Transparenz

    Umweltwissen ist der erste Schritt zum Umwelthandeln. Wir brauchen transparente Informationen, um bewusste Kaufentscheidungen treffen zu können. Und obwohl in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht wurden - beispielsweise bei der Produktkennzeichnung - fällt es Konsumenten und Konsumentinnen schwer, bewerten zu können, welche Produkte besonders umweltfreundlich oder ressourcenschonend sind.

    Diskussionsthesen:

    • Wir wollen transparente Produktinformationen
    • Umweltbewusstsein stärken und aktiv Bildungsarbeit betreiben
    Grafik "Regenerative Energien und Atomausstieg"

    Regenerative Energien und Atomausstieg

    Die Energiewende muss so schnell wie möglich geschafft werden, was auch den Ausstieg aus der Atomenergie einschließt - darüber waren sich die Teilnehmenden im Online-Rat einig. In der öffentlichen Dialogphase meldeten sich hingegen sehr viele Windkraftgegner/-innen zu Wort, die den Ausbau erneuerbarer Energien ablehnen. Die Argumente der Bürgerinnen und Bürger für oder gegen die regenerativen Energien finden Sie untenstehend.

    Diskussionsthesen:

    • Regenerative Energien fördern!
    • Schneller Atomausstieg
    Grafik "Wirtschaft und Politik: Klare Regeln, klare Verantwortung - weltweit!"

    Wirtschaft und Politik: Klare Regeln, klare Verantwortung - weltweit!

    Wirtschaft und Politik müssen zur Verantwortung gezogen werden - und das weltweit. Dies wurde beim Online-Rat deutlich. Dabei ist dieses Themen viel komplexer und umfassender als alle anderen Themen des Bürgerdialogs. Fragestellungen, die bei der Diskussion im Fokus standen, waren folgende: Wie gelingt es, die Gesellschaft, Politik und Wirtschaft zu einem Wandel in Richtung ökologischer Zukunftsfähigkeit anzuregen? Welche konkreten Forderungen oder Handlungsempfehlungen haben Sie dabei an die Politik?

    Diskussionsthesen:

    • Weltweite Verantwortung für eigenes Handeln
    • Transparenz bei internationalen Vereinbarungen
    • Fracking in Deutschland verbieten

Wie wurde diskutiert?

  • Online-Dialog

    Der Online-Rat fand im Zeitraum vom 24. Februar bis zum 9. März 2016 statt und gliederte sich in drei Phasen.

    Phase 1: Themensammlung

    In der Themensammlung konnten die Teilnehmenden Themen und Fragestellungen einbringen, die ihnen am Herzen lagen und zu denen sie gerne diskutieren wollten. Die Moderation fasste ähnliche Beiträge zu insgesamt sechs Themenfeldern zusammen:

    • Umweltfreundliche Mobilität
    • Umweltbildung, Umweltbewusstsein und Transparenz
    • Wegwerfgesellschaft? Wie schonen wir Ressourcen und vermeiden Abfall?
    • Regenerative Energien und Atomausstieg
    • Natur- und Tierschutz
    • Wirtschaft und Politik: Klare Regeln, klare Verantwortung – weltweit!

    Phase 2: Diskussion

    In dieser Phase diskutierten die Mitglieder des Online-Rats die verschiedenen Fragestellungen und brachten ihr Wissen und ihre Ideen ein. Es war möglich, die Beiträge und Kommentare der anderen Teilnehmenden zu kommentieren, so dass eine intensive Diskussion entstand.

    Am Ende der zweiten Phase wurden die zentralen Aussagen der Diskussion von der Moderation zusammengefasst und auf den Punkt gebracht.

  • Phase 3: Zusammenfassung

    In der abschließenden Phase konnten die Teilnehmenden eine Rückmeldung geben, ob die zentralen Aussagen der Diskussion in der Zusammenfassung gut wiedergegeben seien. Hier bestand noch einmal die Gelegenheit, wichtige Aspekte zu ergänzen oder zentrale Aussagen weiter zuzuspitzen. Die Rückmeldungen wurden von der Moderation erneut eingearbeitet. Das Ergebnis ist die Diskussionsgrundlage für das öffentliche Online-Umweltforum.

    Am Anfang sowie am Ende des Online-Rats fanden mit den Teilnehmenden Telefonkonferenzen statt, in denen Fragen zum Prozess geklärt werden konnten, eine erste inhaltliche Diskussion möglich war, die Teilnehmenden einen ersten persönlichen Eindruck von Mitdiskutant/innen und den Moderatorinnen erhielten bzw. eine Reflexion zum Prozess möglich war.

    Die Teilnehmenden des Online-Rats hatten die Möglichkeit, sich mit Foto und einer kurzen Beschreibung auf der Online-Plattform den anderen Teilnehmenden vorzustellen.

    Online-Umweltforum

    Das Online-Umweltforum im April 2016 richtete sich an die bundesweite Öffentlichkeit. Eingeladen waren alle interessierten Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Verbände und andere Interessenvertretungen aus dem gesamten Bundesgebiet. Diese können die Ergebnisse des Online-Rats lesen, kommentieren und diesen zustimmen.

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