Hendricks: "Die Klimaschutzbewegung in den USA ist breit und lebendig"

10.06.2017
Hinweis: Dieser Text stammt aus dem Pressearchiv.
Veröffentlicht am:
Laufende Nummer: Nr. 200/17
Thema: Internationales
Herausgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
Leitung: Barbara Hendricks
Amtszeit: 17.12.2013 - 14.03.2018
18. Wahlperiode: 17.12.2013 - 14.03.2018
Vor dem Hintergrund des angekündigten US-Ausstiegs aus dem Pariser Klimaabkommen intensivieren Deutschland und Kalifornien ihre Zusammenarbeit beim Klimaschutz.

Kalifornien und Deutschland bauen Kooperation beim Klimaschutz aus

Vor dem Hintergrund des angekündigten US-Ausstiegs aus dem Pariser Klimaabkommen intensivieren Deutschland und Kalifornien ihre Zusammenarbeit beim Klimaschutz. Dieses Signal sendeten Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und der kalifornische Gouverneur Edmund G. Brown nach einem bilateralen Treffen in San Francisco. Bei ihrem Treffen bekannten sich Hendricks und Brown zur globalen "Under 2 Coalition". Gemeinsam mit Baden-Württemberg hatte Kaliformen diese gegründet, um Akteure besser unterhalb der staatlichen Ebene zu vernetzen, um die Akteure auf subnationalem Level Ziele des Pariser Klimaabkommens lokal und regional umzusetzen.

Hendricks: "Ohne das Engagement von Kommunen und Regionen können wir die Klimaziele nicht erreichen. Das wird nach dem Rückzug der US-Administration aus dem Pariser Klimaabkommen umso deutlicher. Initiativen wie die 'Under 2 Coalition' sind darum starke Verbündete in unserem ambitionierten Kampf gegen den Klimawandel. Sie zeigt wie breit und lebendig die Klimaschutzbewegung in den USA und anderen Teilen der Welt mittlerweile ist. Wir begrüßen daher sehr, dass Städten, Gemeinden und Regionen auf der kommenden Weltklimakonferenz in Bonn ein breiter Raum gegeben wird."

Brown: "Die 'Under 2 Coalition' ist ein Pakt von Städten, Staaten und Ländern, die der Klimaverweigerung widerstehen und Maßnahmen gegen gefährliche Kohlenstoffverschmutzung ergreifen. Kalifornien und Deutschland vereinen die Weltführer im Kampf gegen den Klimawandel – die existenzielle Bedrohung unserer Zeit."

Seit Amtsantritt von Präsident Trump haben sich verschiedene Bündnisse aus Kommunen, Wirtschaft, Verbänden, Wissenschaft und Bildungseinrichtungen gegründet. Dazu gehört der internationale Zusammenschluss "Under 2 Coalition" aus Städten, Regionalregierungen und mehrerer US-Bundesstaaten, dessen Klima-Engagements Thema des Gesprächs zwischen Hendricks und Brown sind.

Die "Under 2 Coalition" stammt aus einer Partnerschaft des US-amerikanischen Bundesstaats Kalifornien und Baden-Württemberg. Ziel der Partnerschaft ist es, Städte, Regionen und andere subnationale Ebenen mit Willen zur Reduktion der Treibhausgase zusammenzubringen, um den Ergebnissen der Pariser Klimakonferenz COP 21 zu tragfähigen Lösungen und Beiträgen zu verhelfen. Die Koalition vereint mittlerweile 175 Jurisdiktionen auf sechs Kontinenten aus mehr als 35 Staaten Die Bundesländer Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Thüringen sind bereits ebenfalls der "Under 2 Coalition" beigetreten.

Nach dem Austritt Trumps hatte sich auch das US-Bündnis #WeAreStillin gegründet, dass neben Städten wie Los Angeles und San Francisco unter anderem auch Wirtschaftsunternehmen und Wissenschaftseinrichtungen mit vereint. Gestern hatte zudem die Regierung des US-Bundesstaates Hawaii die Bedeutung des Pariser Abkommens unterstrichen und bekräftig, ihre Politik weiter daran auszurichten.

Hendricks holte das unlängst abgesagte Treffen an der amerikanischen Westküste im Anschluss an ihre Teilnahme an der Weltozeankonferenz der Vereinten Nationen in New York nach. Brown hatte kurz vorher auch mit China eine Klima-Kooperation unterzeichnet. Kalifornien gilt als eines der führenden US-Bundesstaaten im Kampf gegen den Klimawandel.

10.06.2017 | Pressemitteilung Nr. 200/17 | Internationales
https://www.bmuv.de/PM7162
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