Digitalagenda

Umweltpolitische Digitalagenda

Illustration von zwei Personen, die auf ein Tablet schauen
Illustration von zwei Personen, die auf ein Tablet schauen

Der Klimawandel schreitet voran, Lebensräume verschwinden und Arten sterben aus: Ein gutes Leben in einer intakten Umwelt wird mittelfristig auch in Deutschland und Europa keine Selbstverständlichkeit mehr sein. Zentrale Bereiche unseres Lebens werden sich wandeln müssen. Wirtschaft, Arbeit, unser gesamter Alltag stehen vor einem sozial-ökologischen Umbau. Die Weichen dafür stellt der Mensch in diesem Jahrzehnt. Ob der Weg in eine lebenswerte, treibhausgasneutrale Zukunft führt, hängt auch von der Gestaltung der Digitalisierung ab.

Digitale Technologien und Infrastrukturen hinterlassen einen erheblichen und wachsenden ökologischen Fußabdruck. Damit die Digitalisierung nicht zum Brandbeschleuniger ökologischer Zerstörung wird, braucht es Leitplanken. Gelingt es, die Digitalisierung nachhaltig zu gestalten, kann sie den sozial-ökologischen Umbau entscheidend unterstützen.

Um die Digitalisierung in den Dienst von Umwelt, Klima und Natur zu stellen, hat das BMU die Umweltpolitische Digitalagenda auf den Weg gebracht. Sie definiert strategische Grundsätze und Ziele. Vor allem aber umfasst sie insgesamt über 70 Maßnahmen, von denen zahlreiche bereits auf den Weg gebracht sind, einige neu initiiert werden und andere in der Entwicklung sind.

Aktuelles

Porträtfoto von Bundesumweltministerin Svenja Schulze
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Digitalisierung | 01.12.20

Svenja Schulze über umweltfreundliche Rechenzentren

Im Interview mit dem Hasso-Plattner-Institut im Rahmen des diesjährigen Digital-Gipfels betont die Bundesumweltministerin die Wichtigkeit von europaweiten Lösungen und umweltfreundlichen Rechenzentren.
Svenja Schulze über umweltfreundliche Rechenzentren
Porträtfoto von Bundesumweltministerin Svenja Schulze
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Digitalisierung | 01.12.20

Rede von Svenja Schulze auf dem Digital-Gipfel 2020

Beim virtuellen Digital-Gipfel 2020 hat Bundesumweltministerin Svenja Schulze eine Impulsrede zum Thema "Die Digitalisierung zum Wohle von Mensch und Umwelt gestalten" gehalten.
Rede von Svenja Schulze auf dem Digital-Gipfel 2020
Europa vernetzt
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Digitalisierung | 30.11.20

Mit Künstlicher Intelligenz das Erdsystem besser verstehen

Bundesumweltministerin Svenja Schulze überreichte virtuell den Förderbescheid für das Projekt "KI STrategie für Erdsystemdaten" (KISTE) in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro.
Mit Künstlicher Intelligenz das Erdsystem besser verstehen
Porträtfoto von Bundesumweltministerin Svenja Schulze
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Digitalisierung | 13.11.20

Podcastinterview mit Svenja Schulze über GreenTech

Im t3n Podcast spricht Bundesumweltministerin Svenja Schulze über die grüne Digitalisierung und was noch für den großen Durchbruch fehlt.
Podcastinterview mit Svenja Schulze über GreenTech
Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter überreicht einen Förderbescheid
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Digitalisierung | 15.10.20

Mit Künstlicher Intelligenz das Grundwasser schützen

Das BMU fördert das KI-Leuchtturmprojekt "Nitratmonitoring 4.0" zum Schutz des Grundwassers vor Nitrat mit 2,5 Millionen Euro. Rita Schwarzelühr-Sutter hat den Förderbescheid in Karlsruhe überreicht.
Mit Künstlicher Intelligenz das Grundwasser schützen
Die Preisträger mit Florian Pronold im Lichthof des BMUs
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Digitalisierung | 05.10.20

Verleihung von Förderbescheiden an KI-Leuchtturmprojekte

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesumweltministerium, hat Förderbescheide an die KI-Leuchtturmprojekte "Circular Textile Intelligence" (CRTX) und "Green Consumption Assistant" (GCA) überreicht.
Verleihung von Förderbescheiden an KI-Leuchtturmprojekte
Svenja Schulze
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Digitalisierung | 10.09.20

Green Cloud-Computing: Energie- und Ressourcenbedarf

Mit den aktuellen Daten des Umweltbundesamtes zur Umweltbelastung von Cloud-Diensten lässt sich der CO2-Fußabdruck von datenintensiven Anwendungen realitätsnäher als bisher ermitteln.
Green Cloud-Computing: Energie- und Ressourcenbedarf
Svenja Schulze
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Digitalisierung | 10.09.20

Wie ist die Klimabilanz von Video-Streaming?

Mit den aktuellen Daten des Umweltbundesamtes zur Umweltbelastung von Cloud-Diensten lässt sich der Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck von datenintensiven Anwendungen realitätsnäher als bisher ermitteln.
Wie ist die Klimabilanz von Video-Streaming?
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Digitalisierung | 10.08.20

Code4Green Hackathon 2020 - Summary

Der Kurzfilm gibt Eindrücke des Code4Green Hackathons wieder. Der Wettbewerb wurde dieses Jahr virtuell ausgetragen und sollte die besten datenbasierten Lösungen für dringende Umwelt-Herausforderungen finden.
Code4Green Hackathon 2020 - Summary

Umweltschutz und künstliche Intelligenz

Transformationsfelder: Wie und wo Digitalisierung den sozial-ökologischen Umbau vorantreibt

Es gibt nicht die eine Digitalisierung, sondern unterschiedliche Branchen, Lebensbereiche und Handlungsfelder. Vier besonders relevante von ihnen greift die Umweltpolitische Digitalagenda auf. 

Frau hat ein Smartphone in der Hand
Transformationsfeld

Mobilität

Digitale Technologien bieten die große Chance, Mobilität neu und umweltverträglich zu organisieren. Alternativen zum eigenen Auto oder Voraussetzung für automatisiertes Fahren werden geschaffen.

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Maßnahmen

Die Umweltpolitische Digitalagenda enthält mehr als 70 Maßnahmen, die Digitalisierung und Umweltschutz verbinden sollen. Davon sind die einen schon konkret auf den Weg gebracht worden. Andere wurden im Zuge der Digitalagenda neu initiiert. Und weitere Maßnahmen weisen noch weiter in die Zukunft – sie sollen als Nächstes entwickelt werden.

Politische Pionierarbeit

Mit der Erarbeitung der Umweltpolitischen Digitalagenda ist das BMU neue Wege gegangen: Auf der re:publica 2019 hatte die Bundesumweltministerin Eckpunkte für die Digitalagenda vorgestellt und damit einen breiten Beteiligungsprozess eröffnet. Im Herbst 2019 startete das Bundesumweltministerium mit der umwelt.werkstatt einen außergewöhnlichen Arbeitsprozess mit über 200 ausgewiesenen Expertinnen und Experten. 

Umweltgerechte Digitalisierung

Damit die Digitalisierung ihr Potenzial für den Schutz von Umwelt, Klima und Ressourcen entfalten kann, muss ihr eigener ökologischer Fußabdruck so gering wie möglich sein. Die Realität ist davon weit entfernt. Mit dem Wachstum von Entwicklung und Einsatz digitaler Technologien steigen auch Energie- und Ressourcenverbräuche.

Der ökologische Fußabdruck der Digitalisierung

Der moderne Mensch lebt in einer digitalisierten Welt. Wir posten Videos in den sozialen Medien, bestellen Kleidung online und schicken einen Teil davon wieder zurück. Im Büro tauschen wir weltweit Dateien aus. All dies wirkt sich stark auf die Umwelt aus. Denn dazu benötigen wir Kommunikationsnetze und leistungsstarke Clouds. Dahinter stecken weltweit Rechenzentren, die große Mengen an Strom verbrauchen. Und auch die Geräte an sich sind nicht unproblematisch für die Umwelt.

Imagemap: Der ökologische Fußabdruck der Digitalisierung
Imagemap: Der ökologische Fußabdruck der Digitalisierung
Erweiterte Bildbeschreibung der Grafik "Ökologischer Fußabdruck der Digitalisierung"

Illustration der Zusammenhänge einer digitalisierten Welt

Der ökologische Fußabdruck der Digitalisierung wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst.

Mobilität

  • Connected Cars und automomes Fahren mit einer intelligenten Verkehrslenkung - durch Vernetzung mit Ampelanlagen - verbrauchen Strom und verursachen Emissionen. 
  • Ebenso die LKWs, die Waren des Online-Handels mit Retouren transportieren.

Produktion von Geräten

  • Wichtige Einflussfaktoren sind die Gewinnung von Rohstoffen und die Herstellung der Geräte.
  • Auch die Entsorgung von Altgeräten und der gegebenenfalls illegale Export von Elektroschrott beeinflussen den ökologischen Fußabdruck der Digitalisierung.
  • Im Jahr 2018  lagen allein in deutschen Haushalten 124 Millionen alte Mobiltelefone ungenutzt herum (Quelle 4).

Mobile Kommunikation, soziale Medien und Streaming

  • Grundlage für mobile Kommunikation sind Kommunikationsnetzwerke - Mobil-/5G und Glasfaser.
  • Für das Jahr 2022 liegt die Prognose des weltweiten Datenverkehrs bei 396 Milliarden Gigabyte pro Monat.  Im Jahr 2017 waren es noch 122 Milliarden (siehe Quelle 2).
  • Rechenzentren verbrauchen circa 20 Prozent des gesamten Energieverbrauchs weltweit (siehe Quelle 1)

Stromerzeugung

  • Der Strom für Büro und Fabrik 4.0 wird aus konventionellen und erneuerbaren Energien erzeugt. 
  • Durch die Digitalisierung steigt der Energieverbrauch um etwas mehr neun Prozent pro Jahr.
  • Circa vier Prozent der weltweiten Emission von Treibhausgasen gehen auf das Konto der Digitalisierung. 
  • Zum Vergleich: Das ist ungefähr genauso viel wie der Emissionsanteil von Deutschland und Kanada zusammen (siehe Quellen 1 und 3)

Quellen "Ökologischer Fußabdruck der Digitalisierung"

Medien

Die Entstehung der Umweltpolitischen Digitalagenda

re:publica

06. bis 08. Mai 2019

Session 1: Leitbilder und Standpunkte

25. November 2019

Session 2: Umweltpolitik 4.0 für Monitoring/ Vollzug

26. November 2019

Session 3: Umweltdaten

27. November 2019

Session 4: Industrie 4.0

02. Dezember 2019

Session 5: Green IT und Ökodesign

03. Dezember 2019

Session 6: Innovationen im gesellschaftlichen Wandel

04. Dezember 2019

Session 7: Nachhaltiger Konsum

05. Dezember 2019

Session 8: Mobilität

06. Dezember 2019

Session 9: Kreislaufwirtschaft

09. Dezember 2019

Session 10: Biodiversität, Naturschutz, Landwirtschaft

11. Dezember 2019

Vorstellung der Umweltpolitischen Digitalagenda

02. März 2020

Diskussion im Futurium Berlin

02. März 2020

re:publica

07. Mai 2020