Kampagne natur:verbunden

Es wächst zusammen, was zusammengehört

Natur kennt keine Grenzen, Naturschutz auch nicht:

Das zeigen wir mit unserer Kampagne "natur:verbunden". Wir machen darauf aufmerksam, wie bedeutend eine intakte Natur für eine zukunftsfähige Gesellschaft ist, wie wichtig Natur-Verbundenheit und Engagement für den Naturschutz. Und zeigen, wie das BMU sich hierzulande und grenzüberschreitend für den Naturschutz einsetzt. Besonderen Anlass der Kampagne bieten zudem 30 Jahre Naturschutz im geeinten Deutschland – mit dem Jubiläum der Wiedervereinigung.

Denn mit dem Mauerfall vor mehr als 30 Jahren wurde das Fundament für die Erfolgsgeschichte des Naturschutzes im geeinten Deutschland gelegt: 14 Großschutzgebiete konnten noch kurz vor der Wiedervereinigung im Jahr 1990 vom letzten Ministerrat der DDR mit dem Nationalparkprogramm dauerhaft gesichert werden – 4,5 Prozent der Landesfläche der DDR. Ein in der deutschen Geschichte einmaliger Vorgang.

Und ein Meilenstein, der nachhaltig auch im wiedervereinigten Deutschland gewirkt hat: Insgesamt verfügt Deutschland heute über 138 Großschutzgebiete: 16 Nationalparke, 18 Biosphärenreservate und 104 Naturparke. Diese wertvollen Natur- und Kulturlandschaften sind nicht nur Orte der Entspannung und Erholung, sondern auch einzigartig in ihrer Vielfalt: Seltene Arten wie Schreiadler, Biber oder Kranich konnten sich – ausgehend von den geschützten Gebieten der ehemaligen DDR – nach der friedlichen Revolution in der DDR wieder im gesamten Bundesgebiet verbreiten. Diese Errungenschaften des Naturschutzes möchte das BMU anlässlich des 30-jährigen Jubiläums zur Wiedervereinigung würdigen.

Für die Kampagne wurde das diesjährige (2020) Motto des Tags der Umwelt "natur:verbunden" gewählt. Es transportiert in kompakter Form besonders gut, dass

  • die Natur, aber auch der Naturschutz durch die Wiedervereinigung von Deutschland miteinander verbunden wurden,
  • Natur Grenzen überwindet und Naturschutz insbesondere grenzüberschreitend erfolgreich ist,
  • Naturschutz und der Schutz der biologischen Vielfalt nicht allein unsere Lebensgrundlagen sichert, sondern für viele Menschen Entspannung und Erholung in schönen und vielfältigen Landschaften – und damit direktes
  • Erleben der Verbundenheit mit der Natur – ermöglicht,
  • umgekehrt das Gefühl der Natur-Verbundenheit eine wichtige Voraussetzung für Naturschutz-Engagement ist,
  • Naturschutz modern und zukunftsorientiert ist.

Mit der Kampagne werden positive und ungewöhnliche digitale Video-Banner gezeigt, um einen möglichst hohen Überraschungseffekt und damit Aufmerksamkeit zu erzielen. Es handelt sich bei den zentralen Motiven um drei exemplarische Tierarten (Sperlingskauz, Rohrdommel, Teichfrosch), die mit ihrer Umwelt visuell eine Einheit bilden (Mimese) und nicht unmittelbar, sondern erst durch Bewegung erkennbar werden. Aus dieser visuellen Einheit wird auf das Thema deutsche Einheit und dessen Verbindung zum Naturschutz übergeleitet.

Sperlingskauz

Information zur im Video-Banner gezeigten Tierart:

Der Sperlingskauz – Europas kleinste Eule – ist in Deutschland ein seltener Brutvogel. Er besiedelt ältere und reich strukturierte Nadel- und Mischwälder. Der kleine Jäger ist auf Spechthöhlen angewiesen – zum Brüten und Anlegen von Nahrungsdepots. Damit die Art überlebt, braucht sie eine angepasste forstwirtschaftliche Nutzung, die ausreichend Höhlenbäume und Totholz erhält und Vielfalt schafft.

Rohrdommel

Information zur im Video-Banner gezeigten Tierart:

Die Rohrdommel – eine Art aus der Familie der Reiher – ist auf ausgedehnte Schilf- und Röhrichtbestände an Seen und Fließgewässern angewiesen. An diesen Lebensraum hat sie sich perfekt angepasst und ahmt bei Gefahr durch die "Pfahlstellung" das umstehende Schilf nach. Die Rohrdommel ist mit deutschlandweit etwa 600 Brutpaaren stark gefährdet, Schutzgebiete sind für die Art überlebenswichtig.

Teichfrosch

Information zur im Video-Banner gezeigten Tierart:

Der Teichfrosch gehört zu den Grünfröschen und stellt eine Mischform aus Seefrosch und Kleinem Wasserfrosch dar. Er ist im Allgemeinen häufiger als seine Elternarten und kann sich auch ohne diese im Gewässer erhalten. Aufgrund seiner relativen Häufigkeit und weiteren Verbreitung stellt er in Gewässern und Feuchtgebieten eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele auch gefährdete Arten dar.