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Wirtschaft und Umwelt
Kurzinfo
Kurzinfo Wirtschaft und Umwelt
Wirtschaft und Umwelt - zwei Seiten einer Medaille
Ökonomie und Ökologie sind in der Vergangenheit zu lange als Gegensätze gedacht worden. Dabei ist es gerade umgekehrt: Ökologie und Ökonomie gehören zusammen. Eine gesunde Umwelt und der schonende Umgang mit den natürlichen Ressourcen sind Voraussetzung für eine langfristig stabile wirtschaftliche und soziale Entwicklung.
Ein Beispiel: Wirtschaftswachstum und weniger Energieverbrauch
Die Ergebnisse der Umweltökonomischen Gesamtrechnung für Deutschland vom Oktober 2002 bestätigen, dass Wirtschaft und Umwelt keine Gegner sein müssen: Die Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt) ist zwischen 1991 und 2000 (preisbereinigt) schneller gestiegen als der Naturverbrauch (Verminderung der Rohstoffintensität, der Energieintensität, absolute Verringerung beim Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen sowie Luftschadstoffen).
Wirtschaftswachstum bei gleichzeitiger Schonung der Umwelt ist also möglich. Dieser Pfad muss bei der notwendigen weiteren Verringerung des Ressourcen- und Energieverbrauchs konsequent weiterverfolgt werden. Mit der Entwicklung der dafür erforderlichen Techniken und Technologien sind auch hervorragende Chancen für den Export verbunden. Damit kann die Spitzenposition Deutschlands als Umwelttechnologieexporteur weiter gestärkt werden.
Außerdem haben Experten des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) ermittelt, dass 2002 1,5 Millionen Arbeitsplätze vom Umweltschutz abhingen, das sind rund 3,8 % aller Beschäftigten.
Unterstützung durch das BMU
Das Bundesumweltministerium fördert Projekte im großtechnischen Maßstab, die das Ziel haben, Umweltbelastungen zu vermeiden oder zu verringern. Weitere Informationen unter
www.bmu.de/foerderprogramme
Die BMU-Servicestelle Umwelttechnologieexport- und CDM-Vorhaben gibt Hilfestellung für Unternehmen, die beim Export von Umwelttechnologie auf Schwierigkeiten insbesondere mit staatlichen Stellen in Schwellen- und Entwicklungsländern stoßen. Aufgrund der spezifischen Rahmenbedingungen in diesen Ländern ist dort oft eine politische Flankierung von Geschäftsaktivitäten nötig, die das Bundesumweltministerium für solche Vorhaben anbietet, die aus Umweltsicht unterstützungswürdig sind und die sich in einem fortgeschrittenen Stadium der Projektrealisierung befinden. Weitere Informationen unter
www.bmu.de/sutec
Umweltverantwortung der privaten Wirtschaft und "EMAS"
Neben dem Staat trägt auch die Wirtschaft Verantwortung für eine nachhaltige, umweltgerechte Entwicklung. Das dokumentiert die Wirtschaft etwa durch ihr Engagement zum Klimaschutz. Zudem wird Nachhaltiges Wirtschaften zunehmend zum strategischen Unternehmensziel. Dabei lassen sich Verbesserungen der Umweltleistungen auch mit Kostensenkung, Imagegewinn und Absatzsteigerung verbinden. Ein Weg dahin ist das freiwillige Umweltmanagement nach der novellierten EG-Umweltaudit-Verordnung. Seit April 2001 können sich Einrichtungen jeder Art, also auch Behörden, Dienstleister oder sogar private Haushalte am europäischen Umweltmanagementsystem beteiligen: Anfang März 2003 waren 2.361 Teilnehmer registriert.
Umwelt und Finanzdienstleistungen
Eng verknüpft sind Wirtschaft und Umwelt auch im Rahmen ökologisch orientierter Finanzdienstleistungen. Zunehmend hat sich bei Privatanlegern und Banken die Erkenntnis durchgesetzt, dass mit "Ökologische Geldanlagen" - vor zehn Jahren ein kaum beachtetes Thema - einerseits die Umweltsituation verbessert und zugleich eine Rendite erzielt werden kann, deren Höhe vergleichbar mit herkömmlichen Anlageprodukten ist.

