Sie befinden sich in diesem Bereich der Seite:
Startseite
Luft · Lärm · Verkehr
Verkehr
Herausforderung Verkehr und Umwelt
Stand: September 2007
Verkehr und Umwelt - Herausforderungen
Eine vorausschauende Stadt- und Regionalplanung kann Verkehr vermeiden helfen
Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Mittelpunkt eines Ortes der Mittelpunkt des sozialen und merkantilen Geschehens. Dort konnten alle wichtigen Dinge des Lebens erledigt werden, dort kreuzten sich die Verkehrslinien. Mittlerweile sind viele Einkaufsmöglichkeiten auf die ehemals grüne, jetzt mit Parkplätzen zugepflasterte Wiese verlegt worden. Außerhalb der Städte hat man ein Auto zu haben; dort ist der örtliche Handel, der "Tante Emma-Laden" ausgestorben, Post und Bahnhöfe wurden geschlossen. Die Krankenversorgung wird nur noch im Kreiskrankenhaus gewährt, das jetzt am Rand der größeren Stadt liegt. Kultur findet im Fernsehen oder in den Zentren statt. Arbeitnehmer leben heute weiter entfernt von ihrem Arbeitsplatz als je zuvor. Die schnelle und flexible Mobilität mit dem Pkw (und zum Teil auch mit den schnellen Bahnen) erschloss neue Räume und Handlungsfelder, jedoch um den Preis einer steigenden Abhängigkeit von motorisierten Verkehrsmitteln im alltäglichen Leben.
Der einfache Zugang zu den Einrichtungen, in denen Menschen ihre Grundbedürfnisse wie etwa Bildung, Arbeit, Einkauf, medizinischer Dienst und Freizeitgestaltung abdecken können, ist ein Grundanspruch unserer Gesellschaft. Eine einfache Erreichbarkeit ist für das wirtschaftliche Handeln und soziale Wohlergehen unverzichtbar.
Wenn aber die Zersiedelung der Regionen, wenn die zunehmenden Entfernungen von Wohnen und Arbeiten und wenn die Verlagerung der Grundversorgung in die Peripherie zu mehr individuellem Verkehr führen, wenn sich aber gleichzeitig der öffentliche Verkehr aus der Peripherie mangels genügender Auslastung zurückzieht, werden viele Menschen vom Zugang weitgehend ausgeschlossen. Dieses betrifft vor allem Menschen ohne Pkw und Führerschein, Junge und Alte sowie Menschen mit Behinderungen. Die Verlagerung der Grundversorgung und der zeitgleiche Rückzug des öffentlichen Verkehrs schränken die Lebensqualität dieser Menschen und die Wohnqualität zentrumsnaher Wohnviertel ein. Für viele ist der einfache Zugang nicht nur eine Frage der Transportmittelwahl, sondern der Notwendigkeit, ihre Grundversorgung überhaupt zu ermöglichen.
Noch vor wenigen Jahrzehnten war der Mittelpunkt eines Ortes der Mittelpunkt des sozialen und merkantilen Geschehens. Dort konnten alle wichtigen Dinge des Lebens erledigt werden, dort kreuzten sich die Verkehrslinien. Mittlerweile sind viele Einkaufsmöglichkeiten auf die ehemals grüne, jetzt mit Parkplätzen zugepflasterte Wiese verlegt worden. Außerhalb der Städte hat man ein Auto zu haben; dort ist der örtliche Handel, der "Tante Emma-Laden" ausgestorben, Post und Bahnhöfe wurden geschlossen. Die Krankenversorgung wird nur noch im Kreiskrankenhaus gewährt, das jetzt am Rand der größeren Stadt liegt. Kultur findet im Fernsehen oder in den Zentren statt. Arbeitnehmer leben heute weiter entfernt von ihrem Arbeitsplatz als je zuvor. Die schnelle und flexible Mobilität mit dem Pkw (und zum Teil auch mit den schnellen Bahnen) erschloss neue Räume und Handlungsfelder, jedoch um den Preis einer steigenden Abhängigkeit von motorisierten Verkehrsmitteln im alltäglichen Leben.
Der einfache Zugang zu den Einrichtungen, in denen Menschen ihre Grundbedürfnisse wie etwa Bildung, Arbeit, Einkauf, medizinischer Dienst und Freizeitgestaltung abdecken können, ist ein Grundanspruch unserer Gesellschaft. Eine einfache Erreichbarkeit ist für das wirtschaftliche Handeln und soziale Wohlergehen unverzichtbar.
Wenn aber die Zersiedelung der Regionen, wenn die zunehmenden Entfernungen von Wohnen und Arbeiten und wenn die Verlagerung der Grundversorgung in die Peripherie zu mehr individuellem Verkehr führen, wenn sich aber gleichzeitig der öffentliche Verkehr aus der Peripherie mangels genügender Auslastung zurückzieht, werden viele Menschen vom Zugang weitgehend ausgeschlossen. Dieses betrifft vor allem Menschen ohne Pkw und Führerschein, Junge und Alte sowie Menschen mit Behinderungen. Die Verlagerung der Grundversorgung und der zeitgleiche Rückzug des öffentlichen Verkehrs schränken die Lebensqualität dieser Menschen und die Wohnqualität zentrumsnaher Wohnviertel ein. Für viele ist der einfache Zugang nicht nur eine Frage der Transportmittelwahl, sondern der Notwendigkeit, ihre Grundversorgung überhaupt zu ermöglichen.
"Radiuserweiterung, Siedlungsdispersion und Entmischung infolge zunehmender Suburbanisierung" benennt der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) diese Phänomene und Treiber des (Individual)verkehrs. Unter der Überschrift „Korrektur verkehrserzeugender Anreize“ formuliert er einen ausführlichen Forderungskatalog, der u.a. von der "Verkehrsauswirkungsprüfung" und zu reformierenden "Preispolitischen Instrumenten (Entfernungspauschale, Wohnungsbau- und Eigenheimförderung)" über "Verkehrserzeugende Raumstrukturen und ihre Korrekturen" bis hin zur "Europäischen Agrarpolitik" und zur "Europäischen Strukturpolitik und Regionalförderung" reicht.
Weitere Informationen
-
Umweltrat: "Umwelt und Straßenverkehr" (PDF, 3,2 MB)
-
Leseprobe: "Landschaftszerschneidung und die Folgen" (Zeitschrift GAiA: PDF, 405 KB)
Seite 8 |
Zur Übersicht |
Seite 10
