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Stand: April 2009


Nachhaltige Mobilität: Aktionswoche für umweltfreundlichen Verkehr

Vom 16.- 22. September 2009 findet die achte "Europäische Woche der Mobilität" mit dem Schwerpunktthema "Für ein besseres Klima in der Stadt" statt. Mit Hilfe eines informativen und abwechslungsreichen Programms werden den Besuchern verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, wie sie selbst zu einer CO2-Reduktion im Verkehr beitragen können. Interessierte Städte und Gemeinden können sich unter www.mobilityweek-europe.org anmelden.

Im vergangenen Jahr wurde unter dem Schwerpunktthema "Saubere Luft für alle" verstärkt auf eine nachhaltige und effiziente Bereitstellung von Verkehrswegen zugunsten Nicht-Motorisierter Verkehrsmittel eingegangen. Dabei wurde erneut ein Teilnehmerrekord erzielt. Mehr als 2100 europäische und nicht-europäische Kommunen beteiligten sich an der Mobilitätswoche, darunter 60 in Deutschland. Der alljährliche Höhepunkt der Mobilitätswoche ist der europaweite Aktionstag "In die Stadt - ohne mein Auto".

Das Bundesumweltministerium begrüßt die europaweite Aktionswoche. Unabhängig von dieser Initiative fördert das BMU verschiedene Modellprojekte sowie Projekte der Umweltverbände zu umweltfreundlichen Verkehrsträgern und umweltfreundlichem Verkehrsverhalten. Dabei geht es unter anderem um Konzepte zur Reduktion der verkehrsbedingten Feinstäube, um eine umweltverträglichere Entwicklung des Güterverkehrs, um die Förderung von Biokraftstoffen und Erdgasfahrzeugen - oder auch darum, die Attraktivität des Radverkehrs zu steigern und erholsame Alternativen aufzuzeigen für einen Urlaub ohne Auto.

Als ein Hauptverursacher der Kohlendioxid-Emissionen (CO2) trägt der Verkehr zur globalen Klimaerwärmung bei und verursacht neben hohen Schadstoffemissionen auch erhebliche Lärmbelastung. Ca. 20 Prozent des energiebedingten CO2-Ausstoßes im Jahr 2006 stammen aus dem Verkehr. Seit dem Jahr 2000 gehen die CO2-Emisionen im Verkehrssektor kontinuierlich zurück und liegen heute nur knapp unter dem Niveau von 1990. Vor dem Hintergrund der Klimaschutzziele der EU werden die CO2-Emissionen des Verkehrs in Zukunft weiter deutliche sinken müssen. Ähnliches gilt für den Verkehrslärm: Technische Minderungsmaßnahmen werden durch das zusätzliche Verkehrsaufkommen kompensiert. Fast zwei Drittel der Deutschen fühlen sich durch den Lärm des Straßenverkehrs, etwa ein Drittel durch den Flugverkehr belästigt. Der Lärm kann zu körperlichem Stress und langfristig zu Gesundheitsschäden führen. Und auch die Luftschadstoffe sind nach wie vor eine Herausforderung für die Verkehrs- und Umweltpolitik. Vor allem die Feinstaub- und Stickoxidemissionen müssen weiter gesenkt werden, um die EU-Luftqualitätsgrenzwerte einzuhalten. Umweltfreundliches Mobilitätsverhalten heißt also nicht nur mehr Klimaschutz, sondern auch mehr Lebensqualität - für alle. Daher bildet die "Europäische Woche der Mobilität" eine sehr gute Möglichkeit den Bürgern ein stärkeres Verkehrsbewusstsein nahe zu bringen. Neben den Kommunen, den ansässigen Verkehrsbetrieben und Vereinen können die Bürgerinnen und Bürger selbst an der Gestaltung der "Europäischen Woche der Mobilität" mitwirken.


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