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Stand: April 2010
INSPIRE - Infrastructure for Spatial Information in Europe
Richtlinie zur Schaffung einer Geodateninfrastruktur in der Europäischen Gemeinschaft
RICHTLINIE 2007/2/EG DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 14. März 2007
Nach der Zustimmung von Rat (29.01.2007) und Europäischen Parlament (13.02.2007) ist die INSPIRE-Richtlinie (Infrastructure for Spatial Information in Europe) am 15.05.2007 in Kraft getreten. Damit sind die Voraussetzungen für den Aufbau einer
europäischen Geodateninfrastruktur geschaffen. Ziel der INSPIRE-Richtlinie ist es, qualitativ hochwertige Geodaten aus den Behörden der Mitgliedstaaten unter einheitlichen Bedingungen zur Unterstützung der Formulierung, Umsetzung und Bewertung europäischer und nationaler
Politikfelder zugänglich zu machen. Dies schafft die Voraussetzungen für eine vorausschauende grenzüberschreitende Gestaltung des Umwelt- und Naturschutzes sowie das Monitoring der ergriffenen Maßnahmen und deren Erfolge. Auch eine kurzfristige, abgestimmte Reaktion auf aktuelle
Situationen wie Überflutungen oder andere grenzüberschreitende Katastrophen wird durch
INSPIRE vereinfacht.
Seitens der deutschen Geoinformationswirtschaft wird die Richtlinie ausdrücklich begrüßt, schafft sie doch Transparenz und Planungssicherheit und beseitigt Markthemmnisse.
Mit dem Inkrafttreten des
Gesetzes über den Zugang zu digitalen Geodaten (Geodatenzugangsgesetz - GeoZG) am 14. Februar 2009 wurde die INSPIRE-Richtlinie fristgerecht auf Bundesebene in nationales Recht umgesetzt. Aus
verfassungsrechtlichen Gründen müssen die Länder jeweils eigene Landesgesetze erlassen; zum Stand der Umsetzung siehe
www.gdi-de.org.
Darüber hinaus erfolgt auf europäischer Ebene bis 2012 eine fachlich-inhaltliche und technische Konkretisierung der Richtlinie mittels Durchführungsbestimmungen. Entwürfe hierzu werden von so genannten Drafting Teams erarbeitet, die im Oktober 2005 ihre Arbeit aufgenommen haben. In diesen Drafting Teams sind auch deutsche Experten vertreten.
Folgende Durchführungsbestimmungen liegen bereits vor:
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Metadata
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Monitoring und Reporting
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Network Services
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Data Sharing
Die Texte sind unter
GDI-DE verfügbar.
In Deutschland ist das BMU für die Umsetzung der INSPIRE-Richtlinie verantwortlich. In den vergangenen Jahren wurden in Deutschland mit dem
IMAGI, dem Lenkungsgremium zum Aufbau der Geodateninfrastruktur in Deutschland
GDI-DE und der INSPIRE Task Force Strukturen geschaffen, die neben den verschiedenen Verwaltungsebenen auch die Wirtschaft einbinden. Auf der Grundlage dieses nationalen Netzwerkes ist ein intensiver
Informationsaustausch gewährleistet.
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