Stand: Mai 2010
Der Einfluss des Menschen auf das Klima ist wissenschaftlicher Fakt. Dies verdeutlicht der 4. Sachstandsbericht der Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppe für Klimaänderungen (IPCC) der in verschiedenen Arbeitsgruppen im Laufe des Jahres 2007 vorgestellt wurde. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des Weltklimarates, der unter dem Dach der Vereinten Nationen arbeitet, sind eine entscheidende Grundlage für die notwendige Klimapolitik auf internationaler Ebene, der Europäischen Union und Deutschlands. Nur wenn die Erkenntnisse der internationalen Wissenschaftsgemeinschaft in den politischen Prozess einfließen und die Empfehlungen umgesetzt werden, kann eine Reduzierung des Klimawandels auf ein für die Gesellschaft beherrschbares Maß reduziert werden.
Der vierte IPCC-Sachstandsbericht besteht aus drei Teilbänden, die von den drei Arbeitsgruppen vorbereitet wurden, und einem Synthesebericht.
Die erste Arbeitsgruppe befasst sich mit den naturwissenschaftlichen Forschungsergebnissen von allen Fachgebieten, die zum Klimawandel gehören. Das umfasst u. a. das Wissen über den Treibhausgasen - die Hauptursache des Klimawandels, und das Zusammenstellen der realen Observationen, u. a. globalen Messungen von Temperaturen im Luft und Wasser, Entwicklungen der globalen Eisdecke und veränderte Niederschlagsmuster.
Die zweite Arbeitsgruppe hat die Aufgabe, die schon stattfindenden Auswirkungen des Klimawandels darzustellen, als auch die möglichen Auswirkungen in der Zukunft. Die zukünftigen Projektionen sind davon abhängig, wie wir uns an den Klimawandel anpassen, und inwiefern wir gelingen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren.
Die dritte und letzte Arbeitsgruppe stellt unterschiedliche Strategien zur Lösung des Klimaproblems vor. Dazu gehören die Aufstellung von ökonomischen Analysen, die Kosten von verschiedenen Maßnahmen und Instrumente in allen Bereichen der Gesellschaft, z. B. Transport, Wohnen, Landwirtschaft, Energieproduktion und Industrie.
Der gesamte 4. Sachstandsbericht ist die wichtigste Grundlage für die Verhandlungen zur Fortentwicklung der Klimarahmenkonvention und die Ausarbeitung eines neuen Klimaabkommens, das über die Zeitperiode des Kyoto-Protokolls (2008-2012) hinausgeht.