Unter "Green IT" sind sämtliche Aktivitäten des umweltschonenden Einsatzes von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sowie der Nutzung von IKT zur Umweltschonung zu verstehen. Dies umfasst den gesamten Lebensweg von IKT-Produkten und neben dem Energieverbrauch auch andere Umweltwirkungen, wie z.B. den Verbrauch umweltrelevanter Rohstoffe.
In Deutschland betrug der Stromverbrauch der IKT im Jahr 2007 rund 55 Terawattstunden und damit 10,5 % des gesamten Stromverbrauchs des Landes. Die weltweiten CO2-Emissionen der IKT haben mit rund 2 % bereits das Niveau der Emissionen aus dem Flugverkehr erreicht. Auf nationaler Ebene war die IKT 2007 für die Emission von etwa 23 Mio. Tonnen CO2 verantwortlich. Nach Expertenschätzungen wird der IKT-bedingte Stromverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2020 um mehr als 20 % steigen.
Durch den Einsatz effizienter IKT-Lösungen in anderen Branchen können jedoch wesentlich größere Energieeinsparpotenziale erschlossen werden ("green durch IT"). Insbesondere in den Sektoren Mobilität, Gebäude, Stromnetze und Logistik wären in Deutschland bis zum Jahr 2020 CO2-Einsparungen in Höhe von 194 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr möglich.
Das Bundesumweltministerium hat die Bedeutung der IKT für den Energie- und Ressourcenverbrauch frühzeitig erkannt und setzt sich gemeinsam mit dem Umweltbundesamt auf verschiedenen Ebenen für die Erschließung dieser Potenziale ein.
Die Handlungsfelder liegen dabei schwerpunktmäßig in der:
Ende 2008 verabschiedete der Rat der IT-Beauftragten das Ziel, den IT-Energieverbrauch der Bundesverwaltung um 40 % bis zum Jahr 2013 zu reduzieren. Zur Erreichung dieses Ziels trägt das Bundesumweltministerium durch die energieeffiziente Modernisierung des hauseigenen Rechenzentrums wesentlich bei.
Die Bundesregierung bekräftigt in ihrer IKT-Strategie 2010 unter anderem das Ziel, "Green IT" konsequent zur Lösung herausragender ökologischer Herausforderungen, wie der Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz und dem Klimaschutz, zu nutzen.