Stand: November 2012
Das Wasser auf der Erde befindet sich in einem ständigen Kreislauf aus Niederschlag und Verdunstung. Es ist keine endliche Ressource wie zum Beispiel Erdöl oder Erdgas. Wasser kann nicht "verbraucht" werden, auch wenn unser Sprachgebrauch dies suggeriert. Es wird lediglich genutzt und gelangt danach in den Kreislauf zurück. Weltweit sind die Wassermengen in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich verteilt. Deutschland gehört zu den wasserreichen Ländern. Hier wird die sich erneuernde Wassermenge, das sogenannte Wasserdargebot, insgesamt zu einem Viertel genutzt, gut 4 Prozent davon als Trinkwasser.
Etwa zwei Drittel des Trinkwassers werden dem Grundwasser entnommen. Es ist damit die wichtigste Trinkwasserressource. Abgesehen von regionalen Ausnahmen bestehen im Hinblick auf die Grundwassermenge keine Probleme. Allerdings ist das Wasserdargebot in den einzelnen Regionen aufgrund der unterschiedlichen Niederschlagsmengen, Ergiebigkeit der Grundwasservorkommen oder Verfügbarkeit von Oberflächengewässern recht unterschiedlich, ebenso wie der Wasserbedarf, der in Ballungsgebieten besonders groß ist.

Quelle: Statistisches Bundesamt
Um den Wasserhaushalt zu entlasten, gilt es, mit dem Wasser sorgsam umzugehen. Weniger Wasser zu verbrauchen, bedeutet in erster Linie weniger Abwasser zu verursachen und auch Energie für die Wasserver- und Abwasserentsorgung einzusparen.

Quelle: Daten zur Umwelt, UBA
Seit über 10 Jahren geht der "Wasserverbrauch", also die Wassernutzung, in Deutschland zurück. Aktuell liegt der tägliche Wasserverbrauch bei rund 120 Litern Trinkwasser pro Person. Dies ist im Vergleich zu anderen Industriestaaten ein niedriger Wert. Es besteht jedoch noch weiteres Einsparpotential. Jeder Einzelne kann und sollte dazu beitragen, dass der Wasserverbrauch weiter zurückgeht (Wassersparen).
Die Qualität des Trinkwassers als wichtigstes Lebensmittel wird durch die Trinkwasserverordnung des Bundesgesundheitsministeriums gewährleistet.
Insgesamt kann festgestellt werden:
Deutschland hat gutes bis sehr gutes Trinkwasser. Die Qualität wird häufig und regelmäßig überwacht und entspricht den strengen Güteanforderungen der Trinkwasserverordnung. Auch der problematische Parameter Nitrat weist immer seltener Grenzwertüberschreitungen auf. Hier wurde der zulässige Grenzwert von 50 mg/l 1996 noch bei 2,2 % der Proben überschritten, im Berichtsjahr 2010 lag der Anteil an Proben, die den Grenzwert überschritten, bereits bei nahezu 0%. Diese Abnahme der Überschreitungen lässt allerdings nicht den Rückschluss zu, dass auch der Nitratgehalt der Rohwässer im gleichen Zeitraum in diesem Maße zurückgegangen ist. Siehe hierzu im einzelnen Bericht über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch (Trinkwasser) in Deutschland aus dem Jahre 2012.
Untersuchungen im Rahmen des Umwelt-Survey des Umweltbundesamtes zeigen, dass die Qualität des häuslichen Trinkwassers auch von Rohrleitungen und Armaturen in Gebäuden abhängt und sich z. T. in Abhängigkeit der in den Wasserwerken eingesetzten Aufbereitungstechnik unterscheidet. Infolge der Verwendung von Blei für Trinkwasserleitungen innerhalb von Wohnhäusern bis in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts weisen immer noch einige Haushalte höhere Bleigehalte im Trinkwasser auf, da es während der nächtlichen Stagnation des Wassers in den Rohren zur Bleianreicherung im Trinkwasser kommen kann.
Nähere Informationen können Sie der Broschüre "Blei und Trinkwasser" entnehmen, die Sie beim Bundesgesundheitsministerium anfordern können.