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Stand: Mai 2011

Kurzinfo Grundwasser

Grundwasser ist ein wesentliches Element des Naturhaushaltes. Es ist Teil des Wasserkreislaufs und erfüllt wichtige ökologische Funktionen. Oberflächennahe Grundwasservorkommen versorgen Pflanzen mit Wasser und bilden wertvolle Feuchtbiotope. Das Grundwasser tritt in Quellen zu Tage und speist Bäche und Flüsse. Qualität und Menge des Grundwassers beeinflussen damit auch die Oberflächengewässer. Mehr als 70 % des Trinkwassers stammen aus Grundwasser. Es ist daher die wichtigste Trinkwasserressource Deutschlands.

Abgesehen von regionalen Ausnahmen bestehen im Hinblick auf die Grundwassermenge keine Probleme.

Anders sieht es mit der Grundwasserbeschaffenheit aus. Mit dem Ausbau der Messnetze zur Beobachtung der Grundwasserqualität wurde deutlich, dass Grundwasser vielerorts und in erheblichem Umfang belastet ist und eine Vielzahl von Gefährdungen besteht. Neben lokal begrenzten Belastungen, wie z. B. durch industrielle Altlasten, Altablagerungen, Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen oder undichte Abwasserkanälen sind es vor allem nicht genau fest zu machende ("diffuse") Belastungen aus Industrie, Landwirtschaft und Verkehr, darunter besonders Nitrat und Pflanzenschutzmittel.

Durch gesetzliche Auflagen von Bund und Ländern und Förderprogramme zum Ausbau der ökologischen Landwirtschaft soll das Grundwasser vor weiteren Verunreinigungen geschützt werden. Um die Grundwasserbelastungen zu überprüfen, wird das Grundwasser systematisch und regelmäßig überwacht. Dafür sind die Länder zuständig.

Wassergewinnung nach Wasserarten (2007)

Quelle: Statistisches Bundesamt

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