Gewässerschutz international

Da die Verantwortung für Gewässer nicht an Staatsgrenzen halt macht, hat die Bundesregierung die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zum Schutz von Binnengewässern und Meeren zu einem besonderen Schwerpunkt ihrer Gewässerschutzpolitik gemacht. Sie wirkt u. a. in den internationalen Kommissionen zum Schutz von Oder, Elbe, Rhein, Maas und Donau sowie den Meeresschutzkommissionen für die Ostsee und den Nordostatlantik mit.

Auch die Vereinten Nationen kümmern sich um Gewässerschutzfragen. Schließlich sind ausreichende und saubere Wasservorkommen für die Erhaltung der Ökosysteme, der Arten und genetischen Vielfalt lebenswichtig.

Die Probleme der globalen Klimaveränderung sind vorrangige Aufgaben, denn Klimawandel findet statt und hat Auswirkungen auf die Prozesse des Wasserkreislaufs weltweit in allen Regionen unseres Planeten. Auch der rücksichtslose Raubbau an Wäldern mit seinen Folgen wie Bodenerosion, Dürre und Überschwemmungen hat Auswirkungen auf die Wasservorkommen. Die Schadstoffbelastung der Wasservorräte aus industriellen und kommunalen Abwässern oder die fortgesetzte Verseuchung des Grundwassers durch Nitrate und Pestizide nehmen durch Verstädterung, Intensivierung der Landwirtschaft und Bevölkerungswachstum in vielen Ländern in der Welt immer noch zu.

Das Bundesumweltministerium in Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, Programmen der Vereinten Nationen und weitere Institutionen organisierten zum ersten Mal am 15. August 2007 den "Wasser- und Klimatag" im Rahmen der diesjährigen Weltwasserwoche in Stockholm. Weitere Informationen dazu hier.

Aber auch kriegerische Auseinandersetzungen führen zu weit reichenden Problemen bei der Wasserversorgung. Die Bundesregierung arbeitet in Gremien der Vereinten Nationen mit anderen Staaten an der Lösung dieser weltweiten Gewässerschutzprobleme.

Die Bundesregierung hat im Jahr 2001 eine Internationale Süßwasserkonferenz in Bonn durchgeführt und damit wesentlich mit dazu beigetragen, dass das Jahr 2003 von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr des Süßwassers ausgerufen wurde.

Initiativen, wie der so genannte Petersberg Prozess oder die Weltwasserforen, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit bei der Bewirtschaftung von Gewässern in verschiedenen Regionen der Erde fördern sollen, werden ebenfalls unterstützt.

Im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft im I. Halbjahr 2007 setzte sich Deutschland insbesondere für die Zusammenarbeit der EU mit allen Anrainerstaaten der Donau und des Schwarzen Meeres ein.
Am 23. Februar 2007 fand in Bukarest eine Konferenz aller 16 Donau- und Schwarzmeerstaaten statt.