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Stand: August 2012

Gute ökologische Qualität für das Leben im Gewässer

Flüsse sind die Lebensadern im Naturhaushalt. Ohne sie wäre das Leben ein gehöriges Stück ärmer. Das gilt für die Tier- und Pflanzenwelt, genauso wie für die Erlebniswelt des Menschen; für seine Nutzungen am Gewässer und für seine eigene Lebenserhaltung. Ohne intakte Gewässer verkümmern Lebens- und Erlebniswelten und die Vielfalt der Pflanzen- und Tierwelt bleibt auf der Strecke. Die ökologische Funktionsfähigkeit und damit die Lebensbedingungen in und an unseren Gewässern werden ganz wesentlich durch die Wasserqualität, Abflussdynamik und Strukturausstattung bestimmt. Das Wasserhaushaltsgesetz verlangt in § 1, die Gewässer als Teil des Naturhaushalts, als Lebensgrundlage des Menschen, als Lebensraum für Tiere und Pflanzen und als nutzbares Gut zu schützen.

Diese neue Sichtweise auf die ökologischen Merkmale der Gewässer betrachtet nicht nur die Gewässergüte, sondern auch biologischen Kenngrößen. Dies sind, je nach Gewässertyp, unterschiedliche Kenngrößen wie Fische, Kleintiere der Gewässer (sog. Makrozoobenthos), Wasserpflanzen, Algen oder das Pflanzenplankton. Der ökologische Zustand eines Sees wird danach beurteilt wie stark seine Lebensgemeinschaft von der eines vergleichbaren, unbelasteten Sees abweicht. Auch bei Fließgewässern wird berücksichtigt, dass je nach dem, ob es sich um einen Gebirgsbach oder einen Tieflandstrom handelt, die hierfür charakteristische Lebensgemeinschaft vorkommt. Je geringer die Abweichung von einem natürlichen Fluss oder Bach ist, umso besser ist die Zustandsbewertung. Dabei spielt es auch eine Rolle, ob es Wanderfischen möglich ist, entsprechend ihrer Lebenszyklen ungehindert geeignete Laichplätze zu erreichen. Nur so können sich selbst erhaltende Fischpopulationen bilden.

Ein Baustein für diese gesamtökologische Betrachtungsweise von Fließgewässern ist neben der chemischen und biologischen Gewässergüte die Erfassung und Bewertung der Gewässer- und Uferstrukturen und des Gewässerumfeldes mit Hilfe der Gewässerstrukturkartierung. Schnell und langsam fließende Gewässerabschnitte wie Sand, Kies oder Schotter als natürliche Sohlsubstrate, Wasserpflanzenbestände, Totholz, Ufer- und Flussbänke, Prall- und Gleitufer sowie ein standorttypischer Uferbewuchs bilden an naturnahen Gewässern ein Mosaik unterschiedlicher Lebensbedingungen. Die Entwicklung und Wiederherstellung dieser natürlichen Strukturen ist neben der Wasserreinhaltung ein unerlässlicher Schritt für die Verbesserung der Funktionsfähigkeit der Gewässer.

Der heutige Zustand der Gewässerstruktur wurde in Deutschland 2001 erstmals bundesweit erhoben und in einer von der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser zusammen mit der im Umweltbundesamt erstellten Gewässerstrukturkarte (PDF, 205 KB) veröffentlicht. Sie zeigt noch einen deutlichen Handlungsbedarf bei der Verbesserung der Gewässerstrukturen auf. Die biologische Gewässergüte wurde zuletzt mit der Gewässergütekarte (PDF, 266 KB) 2000 veröffentlicht. Die nach dem Saprobiensystem bestimmte biologische Gewässergüte belegt eine kontinuierliche Verbesserung der Gewässer in Deutschland. Der Anteil der Gewässer in der angestrebten Güteklasse II nahm von 42,7 Prozent im Jahr 1990 auf 57,3 Prozent im Jahr 2000 zu.

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