Stand: März 2013
Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten gehört nach wie vor das Baden und Schwimmen in natürlichen Gewässern. Dieses ist in Deutschland vielerorts möglich. Wer sich im Vorfeld über den Gewässerzustand informiert, vermeidet gesundheitliche Risiken.
Urlaub – das ist für viele Erholungssuchende gleichbedeutend mit Sonne, Strand und Meer. Jeder, der Erholung am oder im Wasser sucht, möchte, dass die Gewässer keine Gesundheitsgefahren bergen. Damit die Risiken möglichst gering und unter Kontrolle bleiben, werden in der Europäischen Union offiziell registrierte Badegewässer während der Saison bereits seit den 70er Jahren regelmäßig überwacht.
Rechtliche Grundlagen und Zuständigkeiten
Im Jahr 2006 wurde die alte EU-Badegewässer-Richtlinie aus dem Jahr 1975 durch eine an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasste Regelung ersetzt. Die novellierte Richtlinie trat am 24. März 2006 in Kraft. Die Bundesländer haben die neue EU-Badegewässer-Richtlinie inzwischen in nationales Recht umgesetzt und entsprechende Landesverordnungen verabschiedet. In Deutschland gibt es zahlreiche Badegewässer die gemäß EU-Badegewässer-Richtlinie erfasst und überwacht werden. Im Jahr 2011 waren es 1938 Binnenbadegewässer und 372 Küstenbadegewässer. Die Länder sind für den Vollzug, das heißt unter anderem für die Ausweisung und Überwachung der EU-Badegewässer, zuständig. Sie veröffentlichen Informationen zur Qualität ihrer Badegewässer im Internet (Auskunftsstellen).
Probleme und Gefährdungen
Baden ist gesundheitsfördernd, kann aber auch mit einigen gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Dies hat verschiedene Gründe:
Die aktuelle Situation in Deutschland
Viele Verschmutzungsquellen wurden in den letzten Jahren in Deutschland deutlich vermindert. Durch Modernisierungen der Kläranlagen und Regulationen für den Stoffeintrag aus Landwirtschaft und Industrie konnte die Qualität der deutschen Badegewässer stetig verbessert werden. Auch Ringkanalisationen zum Schutz von Seen leisten einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Wasserqualität. Durch aktuelle Maßnahmenprogramme im Zuge der EU-Wasserrahmenrichtlinie werden weitere Verbesserungen der Gewässergüte angestrebt.
Der jüngste EU-Badegewässerbericht für die Saison 2010 hat festgestellt, dass im europäischen Vergleich die über 2.200 deutschen Badegewässer besonders sauber sind. 99,5 % der Küstengewässer und über 97 % der Badestellen an Flüssen und Seen sind in einem guten oder sogar ausgezeichneten Zustand, also nur wenig mit Krankheitserregern belastet.
Bei ausgewiesenen Badegewässern ist Baden gefahrlos zu genießen, nehmen Sie allerdings Badeverbotshinweise und Informationen über die Qualität der Gewässer oder den Zustand der Strände ernst. Diese und weiterführende Informationen zu den deutschen Badegewässern erhalten Sie vor Ort, von den zuständigen Gesundheits- bzw. Umweltbehörden oder im Internet (Weitere Informationen). Wo Sie in Ihrer Nähe geeignete Bademöglichkeiten finden, können Sie bei Weitere Informationen unter der Rubrik "Auskunftstellen" erfahren. Unter dem Thema Seen und Flüsse erfahren Sie darüber hinaus mehr über die Qualität der Gewässer in Deutschland und die Maßnahmen zur Verbesserung des Gewässerzustandes.