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Stand: August 2012

Badegewässer

Zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten gehört nach wie vor das Baden und Schwimmen in natürlichen Gewässern. In Deutschland gibt es zahlreiche Badegewässer die gemäß EG-Badegewässerrichtlinie erfasst und überwacht werden. Im Jahr 2011 waren es 1938 Binnenbadegewässer und 372 Küstenbadegewässer.

Im Jahr 2006 wurde die alte Badegewässer-Richtlinie aus dem Jahr 1975 durch eine an den aktuellen Stand der Wissenschaft angepasste Regelung ersetzt. Die novellierte Richtlinie trat am 24. März 2006 in Kraft.

Die Bundesländer haben die neue EU-Badegewässer-Richtlinie inzwischen in nationales Recht umgesetzt und entsprechende Landesverordnungen verabschiedet.

Die Länder sind für den Vollzug, das heißt unter anderem die Ausweisung und Überwachung der EU-Badegewässer, zuständig. Sie veröffentlichen Informationen zur Qualität ihrer Badegewässer im Internet.

Baden ist gesundheitsfördernd, kann aber auch mit einigen gesundheitlichen Risiken verbunden sein. Dies hat verschiedene Gründe:

  • Freie Badegewässer an Flussläufen, Binnenseen und im Küstenbereich der Meere können unter Umständen mit Krankheitserregern belastet sein. Derartige hygienische Probleme werden hauptsächlich durch Einleitungen aus Kläranlagen und Mischwasserüberläufen sowie städtische und landwirtschaftliche Oberflächenabschwemmungen verursacht. Dies kann Erkrankungen der Badenden auslösen, die mit Fieber, Durchfall und Erbrechen einhergehen können.
  • Auch aus dem Eintrag von Nährstoffen, insbesondere von Phosphor- und Stickstoffverbindungen, kann ein Problem erwachsen, wenn dies zur Eutrophierung der Gewässer führt. Dies kann eine Massenentwicklung von Algen (Algenblüte) begünstigen. Besonders Cyanobakterien ("Blaualgen") bilden Toxine und Allergene. Dadurch können bei manchen Badenden akute Gesundheitsstörungen (z. B. Bindehautentzündung, Hautausschlag) oder schlimmstenfalls chronische Wirkungen (Leberschädigung) hervorgerufen werden.

Diese Verschmutzungsquellen wurden in den letzten Jahren in Deutschland deutlich vermindert. Daher hat sich die Qualität der deutschen Badegewässer ständig verbessert.

Nehmen Sie Informationen über die Qualität der Badegewässer oder den Zustand der Strände, insbesondere Badeverbotshinweise, ernst. Sie erhalten diese Informationen vor Ort, im Internet bzw. von den zuständigen Gesundheits- bzw. Umweltbehörden.

Eine hohe Konzentration von Wasservögeln kann zu einer Verschmutzung von Badeseen durch Fäkalien führen. Vielerorts wachsen die Populationen durch das Füttern der Tiere rasant an. Unterlassen Sie daher das Füttern und helfen dadurch mit, eine Gewässerverunreinigung zu vermeiden.

Besonders nach starken Regenfällen gelangen mit dem Oberflächenabfluss auch viele Schadstoffe in die Badegewässer. Vermeiden Sie daher gegebenenfalls das Baden nach Starkregenereignissen bis die natürliche Selbstreinigung eingesetzt hat.

Trübes Wasser muss nicht unbedingt ein Zeichen für eine schlechte Badegewässerqualität sein. Andererseits kann aber auch klares Wasser bakteriologisch belastet sein.

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