Stand: August 2012
Der Ausbau der Kläranlagen in Deutschland vollzieht sich auf der Grundlage
Danach werden "Mindestanforderungen" nach dem jeweiligen Stand der Technik an den Abwasseranfall, die Abwasservermeidung und -behandlung gestellt.
Der Ausbau der Kläranlagen mit einer dritten Reinigungsstufe (Eliminieren der Nährstoffe) wurde obligatorisch durch die Rahmen-Abwasserverwaltungsvorschrift vom 9. November 1989, in Kraft getreten am 1.1.1990. Für die Behandlung von kommunalem Abwasser ist auf europäischer Ebene die Richtlinie des Rates vom 21. Mai 1991 (91/271/EWG), geändert durch die Richtlinie vom 27. Februar 1998 (98/15/EG), maßgebend. Mit dieser wurde die gezielte Nährstoffelimination für empfindliche Gewässer in Europa verbindlich. Bis Ende 1998 mussten alle kommunalen Kläranlagen mit einer Kapazität von 10.000 Einwohnerwerten und größer, deren Abwässer in empfindliche Gebiete eingeleitet werden, mit einer dritten Reinigungsstufe für die Nährstoffelimination ausgerüstet sein.
Nach Artikel 16 der Richtlinie für die Behandlung von kommunalem Abwasser sind alle zwei Jahre von den zuständigen Behörden Lageberichte über die Beseitigung von kommunalem Abwasser und Klärschlamm zur Information der Öffentlichkeit zu erstellen. Entsprechend der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland veröffentlichen die 16 Bundesländer derartige Berichte.