Wenn es ernst gemeint ist, dass die Meinung des Bürgers wirklich gefragt ist, ist das schon mal ein großer Schritt in die richtige Richtung. Wahrscheinlich hat die Befragung eher Alibifunktion, man kann dann später zumindet behaupten, die Meinung des Bürgers abgefragt zu haben. Und nun zur Wertstofferfassung: Das bisher praktizierte Verfahren der Sammlung von gebrauchten Verkaufsverpackungen war für die Bürger zu keiner Zeit nachvollziehbar: Joghurtbecher in die gelbe Tonne, alter Wischeimer in die Mülltonne???. Damit muss endlich Schluss sein. Insofern kann man es nur begrüßen, sämtliche Wertstoffe in einem Behälter zu erfassen. Das vereinfacht das System, die Sammelergebnisse werden sich deutlich verbessern. Und nun zur Zuständigkeit: Einer Berichterstattung in den Medien habe ich entnommen, dass die "Entsorgung" von gebrauchten Verkaufsverpackungen die teuerste Art der Entsorgung ist. Ein nicht unerheblicher Teil wird in die Kassen von DSD & Co. fließen. Dabei handelt es sich um Gelder, die dem Erwerber von Produkten oder aber den Müllgebührenzahlern zustehen. Die dazwischen geschalteten Systeme sind nicht erforderlich, sie verschlingen für ihre nach meiner Kenntnis auschließlich auf administrative Tätigkeiten beschränkten Funktion unnötig viel Geld. Außerdem kommt es immer dann, wenn DSD & Co. wieder einmal Aufträge neu vergeben haben, zu z. T. erheblichen Störungen in der Abfuhr. Auch das natürlich zu Lasten der betroffenen Bürgerinnen und Bürger. Allein diese Gründe machen deutlich, dass die Smmlung von Wertstoffen in kommunale Hände gehört. Im Bereich der Energieversorgung hat man doch schlechte Erfahrungen genug gemacht. Hat man daraus immer noch nicht gelernt? Wenn Politik lernfähig wäre und nicht in Wirklichkeit das Kapital unser Land regieren würde, bedürfte es nicht der Überlegung, ob man den Irrweg der Verpackungsentsorgung weitergeht oder zu einer im Interesse aller Bürger liegenden Entscheidung kommt!
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Insgesamt 1033 Bürgerinnen und Bürger nutzten im August 2012 die Möglichkeit, zu dem BMU-Thesenpapier zur Fortentwicklung der haushaltsnahen Wertstofferfassung Stellung zu nehmen. Während der Dauer des Dialogs wurden 339 Beiträge eingereicht.