Stand: November 2012

Elektro- und Elektronik-Altgeräte

Elektro- und Elektronikgeräte sind eine breit gefächerte und sehr dynamische Produktgruppe, die einerseits durch immer kürzer werdende Lebenszyklen und steigende Verkaufszahlen und andererseits durch eine lange Lebensdauer und hohe Wertstoffgehalte gekennzeichnet ist. Rund 800.000 t Altgeräte fallen jährlich alleine in Deutschland an. Die ausgesonderten Altgeräte gehören den verschiedensten Kategorien an wie z.B.

  • Haushaltsgroßgeräte (auch weiße Ware genannt): z.B. Waschmaschinen, Kühl- und Gefrierschränke, Herde;
  • Haushaltskleingeräte (ebenfalls zur weißen Ware zählend): z.B. Staubsauger, Kaffeemaschinen, Mikrowellen;
  • Informations- und Kommunikationstechnik-Geräte: z.B. Computer, Monitore, Drucker, Handys, Telefone;
  • Unterhaltungselektronik-Geräte (auch braune Ware genannt): z.B. Fernseher, Videorecorder, Digitalkameras;
  • Gasentladungslampen.

Elektro- und Elektronikgeräte können eine Vielzahl von Stoffen und Materialien enthalten. Werden EAG nicht sachgerecht, d.h. z.B. über den Hausmüll entsorgt, kann es deshalb zu Umweltrisiken kommen. Neben Schadstoffen wie Schwermetallen und FCKW enthalten sie aber auch eine Reihe von Wertstoffen, die es zurückzugewinnen und somit im Kreislauf zu führen gilt. Dadurch können Primärrohstoffe (und damit ihre aufwändige Gewinnung) ersetzt und ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen geleistet werden.

Um diese Ziele erreichen zu können, legt in Deutschland das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die umweltverträgliche Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgerätegesetz – ElektroG) in Umsetzung der Richtlinie 2002/96/EG über Elektro- und Elektronik-Altgeräte (sog. WEEE) sowie der Richtlinie 2002/95/EG über die Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Substanzen in Elektro- und Elektronikgeräten (sog. RoHS) konkrete Pflichten für alle relevanten Akteure (Hersteller, Handel, Kommunen, Besitzer, Entsorger) fest. Durch Abfallvermeidung, zumutbare Prüfungen zu Möglichkeiten einer Wiederverwendung ganzer Geräte oder einzelner Bauteile sowie die weitgehende Verwertung von Abfällen soll ein wesentlicher Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen und zur Verringerung der Schadstoffemissionen erzielt werden.