Stand: Juni 2012

Altöl

Da alle Altöle aus Maschinen, Motoren, Getrieben oder Turbinen sehr umweltschädlich sein können, wenn sie ins Wasser oder in den Boden gelangen, gibt es für den Umgang mit ihnen strenge Umweltschutzbestimmungen. So sieht die Altölverordnung vor, dass Motoren- und Getriebeöle nur verkauft werden dürfen, wenn an Ort und Stelle oder in unmittelbarer Nähe eine Annahmestelle für Altöl existiert.

Wird z B. Motoröl in einem Warenhaus verkauft, muss dort auch die gleiche Menge Altöl kostenlos zurückgenommen werden. Geschieht die Rücknahme dort nicht, so muss deutlich ein schriftlicher Hinweis auf die nächstgelegene Annahmestelle für Altöl hinweisen. Diese Altöl-Annahmestelle muss sich in unmittelbarer Nähe befinden.

Auch die Altölentsorgung ist streng geregelt: Altöle werden entweder zu neuen Schmierstoffen oder Heizöl wiederaufbereitet, energetisch verwertet (verbrannt) oder als Sonderabfall beseitigt.

Erfreulicherweise werden in Deutschland fast 100 % der Altöle verwertet. Für die Jahre 2001 - 2011 ergibt sich folgendes Bild (unter der Berücksichtigung, dass bei der Sammlung Verluste hauptsächlich durch Mitverbrennung in Motoren, technisch nicht vermeidbare Tropfverluste und Verbleib in Gebinden oder Produkten entstehen:

Jahrgesammelte Menge (Inland)stofflich verwertetenergetisch verwertet
2001 473.000 t 315.000 t (67 %) 158.000 t (33 %)
2002 485.000 t 320.000 t (66 %) 165.000 t (34 %)
2003 467.000 t 355.000 t (76 %) 112.000 t (24 %)
2004 463.000 t 334.000 t (72 %) 129.000 t (28 %)
2005 462.000 t 356.000 t (77 %) 106.000 t (23 %)
2006 486.000 t 376.000 t (77 %) 110.000 t (23 %)
2007 480.000 t 350.000 t (73 %) 130.000 t (27 %)
2008 493.000 t 373.000 t (76 %) 120.000 t (24 %)
2009 392.000 t 296.000 t (76%) 96.000 t (24%)
2010 441.000 t 369.000 t (84%) 72.000 t (16%)
2011 457.000 t 382.000 t (84%) 75.000 t (16%)

Entwicklung der Aufbereitung von Altöl zu Basisöl
Entwicklung der Altölverwertung
(Quelle: Bundesumweltministerium, Stand: Juni 2012)

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