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Stand: April 2011

Die Weltnaturschutzunion (IUCN, International Union for Conservation of Nature)

Unter den internationalen Naturschutzakteuren nimmt die 1948 gegründete Weltnaturschutzunion IUCN eine besondere Rolle ein; sie ist auf internationaler Ebene die wichtigste und größte Naturschutzorganisation. Die Mitglieder der IUCN sind zum einen Regierungen bzw. Regierungsagenturen ("Agencies"), zum anderen Nichtregierungsorganisationen im Bereich des Naturschutzes. Deutsche Mitglieder sind das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit zwei Stimmen und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit einer Stimme, sowie 20 deutsche NGO. Im April 2011 hatte IUCN 1.141 Mitglieder, davon 85 Regierungen und 115 Regierungsagenturen. Im vierjährigen Turnus kommen die Mitglieder zur Generalversammlung, dem "World Conservation Congress" (WCC), zusammen. Die IUCN hat seit Dezember 1999 Beobachterstatus bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen.

Der Auftrag der IUCN ist, "Gesellschaften weltweit zu beeinflussen, zu ermutigen und zu unterstützen, die Unversehrtheit und Vielfalt der Natur zu erhalten und sicherzustellen, dass jeglicher Gebrauch natürlicher Ressourcen gerecht und ökologisch nachhaltig erfolgt." (§ 2 der Satzung der IUCN)

Zu Beginn der letzten Mitgliederversammlung wurde mit großer Mehrheit sowohl der Regierungen als auch der NROs der Inder Dr. Ashok Khosla zum neuen Präsidenten der Union gewählt. Ins Amt der Regional Councillor für Westeuropa wurden Marina von Weissenberg (Finnland), Hans de Iong (Niederlande) und Christoph Lefèvre (Frankreich) gewählt. Prof. Manfred Niekisch schied nach zwei Amtsperioden als Regional Councillor statutengemäß aus.

Die IUCN hatte maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung des Übereinkommens über die Biologische Vielfalt (CBD). Gleiches gilt für das Washingtoner Artenschutzübereinkommen und die Ramsar-Konvention. Des Weiteren besteht eine intensive Zusammenarbeit mit dem TRAFFIC-Netzwerk (Netzwerk zum Monitoring des Handels mit wild lebenden Tieren und Pflanzen des WWF und der IUCN), der UNFCCC (United Nations Framework Convention on Climate Change), der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organisation) , dem Welterbekomitee, der UNCCD (United Nations Convention to Combat Desertification) und anderen internationalen Programmen.

Die Umsetzung der Aktivitäten der IUCN findet über sechs Kommissionen (u.a. World Commission on Protected Areas (WCPA) und Species Survival Commission (SSC)) statt.

Die IUCN ist stark regional organisiert. 2010 wurde das europäische Regionalbüro (ROfE) von Brüssel vorübergehend nach Gland, Schweiz verlegt. Die IUCN hat derzeit 328 europäische Mitglieder. Über das europäische Büro mit seinen drei Außenstellen in Warschau, Moskau und Belgrad konzentriert die IUCN ihren Einfluss auf die europäische Politik und ist dort als Expertenorgan anerkannt.

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