Stand: April 2009
Die Straße ist der dominierende Verkehrsträger in Deutschland. Rund drei Viertel des gesamten Transports werden auf der Straße zurückgelegt.
Während die Personenverkehrsleistung auf der Straße zwischen 1991 und 2007 um 24 % auf rund 885 Mrd. Personenkilometer (pkm) zugenommen hat, ist sein Anteil am gesamten Personenverkehr bei 80 % nahezu stabil geblieben.
Demgegenüber nahm der Güterverkehr auf der Straße im gleichen Zeitraum stark zu. Dessen Verkehrsleistung wuchs um 90% auf rund 466 Mrd. Tonnenkilometer (tkm) und erhöhte damit gleichzeitig seinen Anteil am gesamten Güterverkehr von 64 % auf 72 %.
Die Umweltfolgen dieses Wachstums sind sehr unterschiedlich. Während. die Schadstoffemissionen von Schwefeldioxid (SO2), Kohlenmonoxid (CO) und Kohlenwasserstoffen (HC) in den letzten Jahrzehnten durch strenge Grenzwerte und neue Fahrzeugtechnologien reduziert werden konnten, stellen Feinstaub, Stickoxide (NOX) und Klimagase (CO2) weiterhin Herausforderungen für die Umweltpolitik dar.
Gerade zur Erreichung der Klimaschutzziele kann der Straßenverkehr noch einen wichtigen Beitrag leisten, denn 92 % der verkehrsbedingten CO2-Emissionen stammen aus diesem Sektor. Durch ambitionierte Vorgaben der Politik, effizientere Fahrzeuge auf der Angebotsseite und dem Umstieg auf umweltschonendere Verkehrsträger wie Schiene, Fahrrad oder Fußverkehr auf der Seite der Nutzer kann ein nicht unerhebliches Klimaschutzpotential ausgeschöpft werden.