Seit Registrierung des ersten CDM-Projekts im März 2005 wurden weltweit über 3000 CDM-Projekte und mehr als 250 JI-Projekte genehmigt (Stand: Mai 2011). In Deutschland, das selbst an über 190 CDM-Projekten beteiligt ist, liegt die Initiative für eine Projektbeteiligung bei privatwirtschaftlichen Unternehmen.
Zu den relevanten Akteuren in diesem Bereich zählen in erster Linie jene Unternehmen, deren Treibhausgasemissionen durch das 2005 eingeführte europäischen Emissionshandelssystem (European Union Emission Trading Scheme – EU-ETS) begrenzt werden. Diese können einen Teil ihrer Reduktionsverpflichtungen im Ausland erfüllen, indem sie sich an Klimaschutzprojekten im Rahmen von CDM und JI beteiligen. Darüber hinaus sind auch Unternehmen und Organisationen an Klimaschutzprojekten beteiligt, die nicht vom europäischen Emissionshandelsystem betroffen sind. Bei dieser freiwilligen Teilnahme an Klimaschutzprojekten geht es um die „Kompensation“ von Emissionen, die bislang noch nicht auf internationaler, europäischer oder nationaler Ebene reguliert werden.
Um die Aktivitäten deutscher Projektbeteiligter und die Funktionsweise der Klimaschutzinstrumente CDM und JI zu illustrieren, werden im Folgenden einige Klimaschutzprojekte mit deutscher Beteiligung vorgestellt. Dabei werden die im Rahmen des Projekts durchgeführten Aktivitäten und die angestrebten Klimaschutzziele beschrieben, das Vorgehen bei der Überprüfung der Emissionsreduktionen dargestellt sowie der aktuelle Stand der Projektumsetzung erläutert. Die Beispiele sollen das praktische Funktionieren von CDM und JI erläutern und einen Eindruck von der Spannbreite der Projektarten vermitteln, die möglich ist.
Eine vollständige Liste der Projekte mit deutscher Beteiligung findet sich auf der Internetseite der Deutschen Emissionshandelsstelle, der Genehmigungsbehörde für CDM/JI-Projekte mit deutscher Beteiligung.