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Stand: Dezember 2009

CDM/JI-Initiative

"CDM und JI – Unternehmen investieren in den globalen Klimaschutz"

Hintergrund: Das "Kyoto-Protokoll"

CDM (Clean Development Mechanism) und JI (Joint Implementation) sind zwei der flexiblen Mechanismen des Kyoto-Protokolls. Sie ermöglichen es Staaten und Unternehmen, einen Teil ihrer Emissionsminderungen durch Klimaschutzprojekte im Ausland zu erfüllen. CDM und JI nutzen dabei die komparativen Kostenvorteile an internationalen Standorten. So können mit geringeren Kosten die Klimaschutzziele schneller erreicht werden. Die Anforderung, über die "Business as usual"-Lösungen hinaus effektivere Lösungen für den Klimaschutz zu finden, beschleunigt die weltweite Verbreitung geeigneter Technologien. Gleichzeitig soll der CDM die nachhaltige Entwicklung der Entwicklungsländer stärken.

Der Emissionshandel als Anreiz

Nach dem Beginn der ersten Verpflichtungsperiode des Kyoto-Protokolls Anfang 2008 kommt auch CDM und JI verstärkte Bedeutung zu: Deutsche Unternehmen, deren Anlagen vom Emissionshandel betroffen sind, können ihre Reduktionsziele in der zweiten Handelsperiode (2008/12) mit bis zu 22% durch den Ankauf von Zertifikaten aus CDM/JI-Projekten erfüllen. Anträge zur Prüfung und Genehmigung von Projekten können bei der Deutschen Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt eingereicht werden. Grundlage hier für ist das ProjektMechanismen-Gesetz (ProMechG), das seit 30.09.2005 in Kraft ist. Für die politische Rahmensetzung, die Zusammenarbeit mit den Gaststaaten sowie die Weiterentwicklung von CDM und JI liegt die Verantwortung beim Bundesumweltministerium. Zur Unterstützung dieser Aufgaben hat das Ministerium die Joint Implementation Koordinierungsstelle (JIKO) eingerichtet.

Die CDM/JI-Initiative

Das Bundesumweltministerium sieht große Chancen für die weltweite Nutzung deutscher Energie- und Umwelttechnologien. Auf dieser Grundlage kann Deutschland zum globalen Klimaschutz beitragen. Die gleichberechtigte Zusammenarbeit mit den Gastländern der Klimaschutzprojekte ist für Deutschland ein Leitmotiv. Mittlerweile beteiligen sich deutsche Unternehmen an über 200 CDM-Projekten. Investitionen bspw. in Effizienzsteigerungen von Kohlekraftwerken in China oder solare Wärmeanlagen in Indien im Rahmen von CDM/JI-Projekten eröffnen neue Exportchancen. Davon können gerade deutsche Unternehmen bestens profitieren. Deshalb gilt es für Deutschland, neben dem Europäischen Emissionshandel auf den internationalen Kohlenstoffmärkten auch aktiv mit CDM- und JI-Projekten zu partizipieren. Aber auch in Deutschland werden im Rahmen von Joint Implementation mehr als 30 Projekte durchgeführt, die bis einschließlich 2012 zu insgesamt 20 Mio. t weniger Kohlendioxidemissionen führen werden. Mit seiner CDM/JI-Initiative unterstützt das Bundesumweltministerium zwischenstaatliche Aktivitäten als Rahmen für unternehmerische Initiativen und für den Kapazitätsaufbau in den Gastländern für eine eigenständige Klimaschutzpolitik. Insbesondere die Entwicklung eines breiten Projektportfolios, kontinuierlich arbeitender Projektpipelines und zielgerichtete Veranstaltungen für das Projektmatching sind eine wesentliche Komponente der Initiative. Die zweite Komponente der Initiative setzt mit Aktivitäten zum Kapazitätsaufbau an den Klimaschutzpolitiken der Gastländer an. Auch die Erschließung neuer Potenziale mit Hilfe von CDM und JI hilft den Klimaschutz wirtschaftlich zu gestalten und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Gastländer zu leisten. Hinweise auf die jeweils aktuellen Aktivitäten finden Sie auf dem CDM/JI-Internetportal des BMU unter www.jiko-bmu.de.

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