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Stand: Mai 2012

Fragen und Antworten zur Energiewende

Wind-/Solarenergie

  1. Wind- und Solarenergie sind Energiequellen, die nicht zu steuern sind. Wie kann mit solch unsicheren Quellen eine Versorgung garantiert werden?

    Für die Versorgungssicherheit werden mittelfristig konventionelle Kraftwerke, die zu jeder Zeit Strom liefern können, weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Durch den Ausbau der Netze, der Nutzung von Lastmanagement, die Verbesserung der Einspeiseprognosen für Wind- und Sonnenenergie und die Entwicklung von Speichertechnologien wird auch ein überwiegend auf erneuerbaren Energien basierendes Stromsystem die Versorgung sichern.

  2. Ist es überhaupt möglich, Solar- und Windstrom, der ja nur zu bestimmten Zeiten produziert wird, länger zu speichern?

    Ja, eine Speicherung von Strom aus erneuerbarer Energie ist in begrenztem Umfang bereits heute möglich. Energiespeicher, zum Beispiel Pumpspeicherwerke, sind auch heute schon wirtschaftlich. Dennoch sind neue technologische Entwicklungen nötig, um neue Energiespeicher marktfähig zu machen. Mit der "Förderinitiative Energiespeicher" unterstützt die Bundesregierung Forschung und Entwicklung mehrerer Speichertechnologien für Strom, Wärme und andere Energieträger. Etliche Technologien sind noch im Grundlagenstadium oder in der Entwicklungsphase, etwa sogenannte Redox-Flow-Batterien oder die Umwandlung von erneuerbar erzeugtem Strom in speicherbare chemische Energie wie Wasserstoff oder Methan. Das Gleiche gilt für thermisch optimierte Druckluftspeicher, die den Wirkungsgrad durch Zwischenspeicherung von Wärme erhöhen.

  3. Wo und wie kann Strom, der beispielsweise in den Offshore-Parks in der Nordsee gewonnen wird, überhaupt so genutzt werden, dass dies rentabel ist und anfallende Kosten (z.B. für den Bau neuer Leitungen) diese Energieform nicht unbezahlbar machen?

    Offshore-Windenergie muss dorthin gelangen, wo sie gebraucht wird: In die Industriezentren im Landesinneren. Dazu ist es notwendig, zügig neue Stromtrassen zu bauen. Der Ausbau der Infrastruktur ist also auch notwendig, um umweltfreundlichen Strom günstig verteilen zu können - und unabhängiger von teuren konventionellen Energieträgern zu werden. Umgekehrt wird also ein Schuh daraus: Investitionen in den Netzausbau sind am Ende günstiger als der Verzicht darauf. Und damit die notwendigen Trassen auch tatsächlich realisiert werden, sind entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen notwendig. Insbesondere das Energieleitungsausbaugesetz und das Netzausbaubeschleunigungsgesetz werden dafür sorgen, dass die entsprechenden Stromleitungen auch rechtzeitig gebaut werden können.

  4. Kann man absehen, wie sich die Strompreise nach dem endgültigen Atomausstieg entwickeln werden?

    Nein. Strompreise werden nicht nur durch den Atomausstieg, sondern auch durch andere Faktoren beeinflusst - beispielsweise durch Brennstoffpreise, die Entwicklung des Stromangebots anderer Länder sowie durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und der Netze.

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