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Stand: Mai 2012

Fragen und Antworten zur Energiewende

Transport

  1. Welche Konsequenzen hat das Energiekonzept für unsere tägliche Fortbewegung? Wird weniger Geld beispielsweise in den Ausbau der Autobahnen gesteckt werden zugunsten der Förderung alternativer, umweltschonenderer Fortbewegungsarten?

    An der Aufgabe des Staates, für eine Befriedigung der Mobilitätsbedarfe und eine gute Verkehrsinfrastruktur zu sorgen, ändert sich nichts. Alternative Antriebsarten werden vielmehr dazu beitragen, Mobilität auf Basis regional verfügbarer Energiequellen auch langfristig erschwinglich zu machen.
  2. Werden die Steuern auf Autos, Flüge usw. langfristig angehoben werden, um diese Fortbewegungsmittel zugunsten alternativer, energiefreundlicherer Fortbewegungsarten "unattraktiver" werden zu lassen?

    Nein. Die Bundesregierung setzt vornehmlich auf attraktive Anreize, damit sich neue Fortbewegungsmittel durchsetzen. Dazu gehören beispielsweise besondere Parkplätze für Elektroautos, eine Befreiung von der Kfz-Steuer sowie eine günstigere Behandlung bei der Dienstwagenbesteuerung.
  3. Von Elektromobilität ist in Deutschland bislang nicht viel zu sehen. Wie soll innerhalb von neun Jahren eine flächendeckende Infrastruktur für Elektroautos entstehen?

    Rund 5.000 Elektroautos sind momentan in Deutschland unterwegs. Mit dem Konjunkturpaket II hat die Bundesregierung eine Vielzahl von Forschungsprojekten und Flottenversuchen unterstützt und setzt diese Förderung aus Mitteln des Energie- und Klimafonds verstärkt fort. Unter anderem werden regionale "Schaufenster der Elektromobilität" initiiert, in denen Elektromobilität räumlich konzentriert sicht- und erfahrbar gemacht werden soll. Bis 2020 sollen mindestens eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen rollen, bis 2030 sogar sechs Millionen. Die meisten Ladevorgänge werden auch in Zukunft im nicht-öffentlichen Bereich stattfinden, also zu Hause oder am Arbeitsplatz. Mehr als 70% der Haushalte verfügen über einen eigenen Stellplatz. Die Bundesregierung fördert zudem die Erforschung von Ladetechnologien und verbessert den rechtlichen Rahmen, damit die Wirtschaft Anreize hat, ein funktionierendes öffentliches Ladenetz einzurichten.
  4. Die deutschen Automobilhersteller waren bei der Entwicklung von Elektroautos in der Vergangenheit zum Teil zögerlich. Profitieren am Ende ausländische Fahrzeughersteller vom Konzept zur Elektromobilität?

    Markt und Wettbewerb sind die besten Treiber für Innovationen. Die Hauptverantwortung liegt daher bei der Wirtschaft und den Unternehmen, die unterdessen erhebliche Anstrengungen im Bereich der Elektromobilität unternehmen und eine breite Modellpalette planen. Es ist wichtig, die eigene technologische Kompetenz und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und durch attraktive Produkte auszubauen. Unternehmen und Politik haben sich das gemeinsame Ziel gesteckt, Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter für Elektromobilität zu machen. Die Umsetzung und Weiterentwicklung des Regierungsprogramms Elektromobilität ist Gegenstand eines kontinuierlichen Dialogs im Rahmen der Nationalen Plattform Elektromobilität, die die maßgeblichen Akteure aus Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft mit der Bundesregierung verzahnt. Die Bundesregierung ist überzeugt, dass die deutschen Fahrzeughersteller mit ihrem technischen Know-how und ihrer wirtschaftlichen Leistungskraft konkurrenzfähige Elektroautos herstellen werden. Das sichert Arbeitsplätze und stärkt den Standort Deutschland.
  5. Wird es, besonders in ländlichen Regionen, langfristig zu einer besseren Erschließung bzw. Anbindung an den öffentlichen Nah- und Fernverkehr kommen, damit die Bürger einen Anreiz haben, ihr Auto stehen zu lassen oder sogar abzuschaffen?

    Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) leistet einen wichtigen Beitrag zur Mobilität, in den Städten genauso wie in ländlichen Regionen. Dafür sind allerdings in erster Linie die Kommunen und Länder zuständig und werden hierbei vom Bund in erster Linie finanziell unterstützt. Der Ausbau der Angebote ist wünschenswert, muss aber wirtschaftlich vertretbar sein. Die Bundesregierung bekennt sich ferner ausdrücklich zu einem leistungsfähigen Schienenverkehr. Ziel der Bundesregierung ist es nicht, den motorisierten Individualverkehr zu verdrängen, sondern diesen auf einen nachhaltigen, das heißt in wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Belangen dauerhaft tragfähigen Pfad zu führen. Der Trend zu schadstoffärmeren verbrennungsmotorischen Fahrzeugen wird hierbei anhalten, in absehbarer Zeit wird es aber mehr und mehr bezahlbare (teil-)elektrische Alternativen zum heutigen Verbrennungsmotor geben. Die Bundesregierung unterstützt außerdem die Verknüpfung von Elektroautos und öffentlichen Verkehrssystemen.

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