Stand: Oktober 2010

Dem Energiekonzept liegt eine Doppelstrategie zugrunde. Danach wird durch eine deutliche Steigerung der Energieeffizienz der Energiebedarf gesenkt. Der verbleibende Energiebedarf soll in Zukunft weitgehend durch die erneuerbaren Energien gedeckt werden. Nur mit dieser Doppelstrategie lassen sich die anspruchsvollen Ziele der Bundesregierung erreichen. Deshalb sieht das Energiekonzept insbesondere die folgenden Schritte vor.
Aus dem Sondervermögen wird erstmalig ein Energieeffizienzfonds aufgelegt und die bereits bestehende "Nationale Klimaschutzinitiative" deutlich aufgestockt.
Mit dem Energieeffizienzfonds und der gestärkten Nationalen Klimaschutzinitiative werden wichtige Effizienzmaßnahmen auf allen Ebenen angestoßen, bei den Kommunen, bei der Industrie sowie im Mittelstand und bei den Verbrauchern.
Energieeffizienz wird ein wichtiges Kriterium bei der Vergabe öffentlicher Aufträge.
Mit der Einführung von "Energieeffizienz" als ein wichtiges Vergabekriterium setzt die Bundesregierung wichtige Signale an die Wirtschaft. Auf diesem Wege wird die geballte Nachfragemacht der öffentlichen Hand genutzt.
Eine transparente Kennzeichnung des Energieverbrauchs von Produkten soll den Verbrauchern helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Die Produktkennzeichnung ist entscheidend, dafür dass der Verbraucher aktiv werden kann. Deutschland setzt sich dafür ein, hier anspruchsvolle Regelungen auf EU-Ebene zu treffen.
Die Einführung von Energiemanagementsystemen in der Industrie wird helfen, die enormen Effizienzpotentiale zu nutzen.
In der deutschen Industrie besteht nach wissenschaftlichen Studien ein wirtschaftliches Einsparpotential von jährlich 10 Mrd. €.
Durch Energiemanagementsysteme können die riesigen Energieeinsparpotenziale identifiziert und genutzt werden. Dabei bleibt es den Unternehmen überlassen, welche Maßnahmen sie zu welchem Zeitpunkt durchführen. Dies stellt sicher, dass die technisch und wirtschaftlich optimalen Maßnahmen ausgewählt werden.