Stand: Juni 2009
Stickstoffmonoxid (NO) und Stickstoffdioxid (NO2) entstehen heute vor allem als Autoabgase, daneben auch aus Gebäudeheizungen und als Abgase aus Industrieanlagen, nachdem die Emissionen aus Kraftwerken durch Änderung der Verbrennungsprozesse und Einführung der Rauchgasreinigung stark reduziert werden konnten. Die Summe aus NO und NO2 wird auch als NOX (Stickstoffoxide) bezeichnet. In der Außenluft sind NOX an der Bildung von Feinstaub und bodennahem Ozon beteiligt. NO2 zählt neben Feinstaub und den mit den Kraftstoffen in Verbindungen stehenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen zu den wichtigsten verkehrsbedingten Luftschadstoffen.
NO2 ist in geringen Konzentrationen kaum wahrnehmbar. Es führt aber zu Reizungen der Atemwege, beeinträchtigt die Lungenfunktion und erhöht die Infektanfälligkeit. Langandauernde Exposition kann zu chronischer Bronchitis führen.
Ab 2010 gelten EU-weit schärfere Grenzwerte für NO2, unter anderem der für den Jahresmittelwert, die über die 22. Bundes-Immissionsschutzverordnung (PDF-Dokument, 75 KByte) für Deutschland verbindlich wurden. Um besonders den Grenzwert für den Jahresmittelwert flächendeckend einzuhalten, müssen noch große Anstrengungen unternommen werden. Die im Jahr 2008 begonnene Einführung innerstädtischer Umweltzonen wird auch zu einer Reduzierung der NO2-Belastung beitragen.
Es ist aber fraglich, ob diese Maßnahmen ausreichen werden. Deshalb setzt sich das Bundesumweltministerium darüber hinaus für eine nachhaltige Verkehrspolitik ein.