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Stand: Juni 2009

Feinstaub

Was ist das Problem?

Insgesamt haben Verbesserungen in der Anlagentechnik zu einer erheblichen Verminderung des Gesamtstaub-Gehaltes in Deutschland geführt. Allerdings hat sich der Anteil von Feinstaub an der Gesamtstaubfracht deutlich erhöht. Dazu hat unter anderem der größer werdende Anteil der Sprit sparenden Dieselfahrzeuge beigetragen. Auch die zunehmende Verbrennung von Holz (siehe Kaminöfen) ist ein Problem, dem mit schärferen Grenzwerten in der geplanten Novelle der 1. BImSchV (Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen) begegnet werden soll.

Als Feinstaub wird der Staub bezeichnet, dessen Korngröße kleiner als 10 Mikrometer (das sind 10 Millionstel Meter) ist. Je nach Größe können sie die Lungenbläschen erreichen oder sogar in die Blutbahn gelangen, von wo aus sie sich über den gesamten Körper verteilen. Welche gesundheitlichen Wirkungen Feinstaub und insbesondere der Ultrafeinstaub (kleiner als 0,1 Mikrometer) hat, ist Gegenstand zahlreicher Forschungsarbeiten im In- und Ausland. Fest steht, dass hohe Feinstaub-Konzentrationen krank machen, im Organismus Entzündungsreaktionen hervorrufen und insgesamt die Sterblichkeit erhöhen. Besonders gefährdet sind Kleinkinder, Menschen mit geschwächter Immunabwehr, ältere Menschen, Asthmatiker und Menschen mit bestehenden Atemwegserkrankungen und Herz-Kreislaufproblemen. Außerdem steht Feinstaub im Verdacht, krebserzeugend zu sein. Besonders gefährlich ist Feinstaub aus Verbrennungsprozessen.

Seit 2005 gelten EU-weit Grenzwerte, die in der 22. Bundes-Immissionsschutzverordnung (PDF-Dokument, 75 KByte) festgelegt sind. Diese Grenzwerte werden in einigen verkehrs- und industrienahen Gebieten überschritten. Die 2008 begonnene Einführung innerstädtischer Umweltzonen, in die nur emissionsarme Fahrzeuge mit Plakette fahren dürfen, soll mit dazu beitragen, die Immissionen zu vermeiden. Die Umweltzonen sind Teil der Luftreinhalte- und Aktionspläne der Länder. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer Maßnahmen, die von der energetischen Gebäudesanierung bis hin zur Förderung von großtechnischen Investitionen der gewerblichen Wirtschaft zur Feinstaubreduzierung im Rahmen des BMU-Umweltinnovationsprogramms reichen.

Was kann ich selbst tun?

  • Das Autofahren einschränken: Fahrrad fahren, zu Fuß gehen, den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) nutzen oder Fahrgemeinschaften bilden
  • Kraftstoff sparend Auto fahren
  • Nur Dieselfahrzeuge, die mit Partikelfilter ausgerüstet sind, fahren
  •  

  • Fahrzeuge auf umweltfreundlichere Kraftstoffe (z.B. Gas) umrüsten
  • Heizungsanlagen regelmäßig warten lassen
  • Emissionsarme Energieträger nutzen
  • Einzelraumfeuerungen vorschriftsmäßig betreiben und alte Einzelraumfeuerungen möglichst gegen moderne austauschen
  • Regionale Produkte kaufen, die keine langen Transportwege benötigen
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