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Stand: Juni 2009

Phthalate

Was ist das Problem?

Phthalate werden seit langem für die Herstellung von Weich-PVC verwendet und kommen in vielen verbrauchernahen Produkten vor, zum Beispiel in Bodenbelägen, Tapeten, kunststoffbeschichteten Verpackungsmaterialien, Kinderspielzeug, Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln und Kosmetika, aber auch in Medizinprodukten und Arzneimitteln, wie in Infusionsschläuchen, Kapseln und Filmtabletten. Phthalate werden durch Kontakt mit Wasser oder Fett aus den Materialien herausgelöst oder sie gasen aus. In Wohnungen findet man sie im Hausstaub (Umwelt-Survey) und neben anderen schwerflüchtigen organischen Verbindungen als Phänomen Schwarze Wohnung (PDF-Dokument, 375 KByte).

Besonders häufige und für die Umwelt und Gesundheit gefährliche Phthalate sind DEHP (Di(2-ethylhexyl)phthalat), DBP (Dibutylphthalat) und BBP (Benzylbutylphthalat). Sie haben hormonähnliche Eigenschaften und können schädliche Wirkungen auf die Fortpflanzungsfähigkeit haben. Stoffwechselprodukte von Phthalaten findet man im Urin von Kindern, wobei die Konzentrationen bei jüngeren Kindern höher sind als bei älteren Kindern. DEHP, DBP und BBP sowie Diisononylphthalat (DINP), Diisodecylphthalat (DIDP) und Di-n-octylphthalat (DNOP) sind seit 2007 zum Schutz der Gesundheit von Kindern als Weichmacher in Babyartikeln und Kinderspielzeug verboten (Richtlinie 2005/84/EG<a/>, PDF-Dokument, 59 KByte). DEHP, DBP und BBP dürfen nicht in Zubereitungen für den privaten Endverbraucher, wie in Lacken und Farben sowie in kosmetischen Mitteln enthalten sein. Auch die Verwendung von Phthalaten in Kunststoffen für Lebensmittelverpackungen wurde EU-weit reguliert (Richtlinie 2007/19/EG, PDF-Dokument, 109 KByte). DEHP,DBP und BBP werden aufgrund ihrer fortpflanzungsgefährdenden Eigenschaften unter REACH als besonders besorgniserregende Stoffe bewertet und für eine Zulassungspflicht vorgeschlagen. Auf den Markt drängen daher alternative Weichmacher, zu denen DINCH (Diisononylcyclohexan) gehört, das vor allem in Kinderspielzeug und Medizinprodukten eingesetzt wird. Nach bisherigem Kenntnisstand scheint DINCH ein geeigneter Ersatzstoff zu sein.

Was kann ich selbst tun?

Beim Kauf von Bodenbelägen, Tapeten oder Lacken und Dispersionsfarben darauf achten, dass möglichst wenig Weichmacher enthalten sind. Gut beraten ist man mit Produkten, die mit dem Blauen Engel gekennzeichnet sind.

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