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Stand: Mai 2012

Langzeitforschungsprojekt zur Sicherheit von Nanomaterialien gestartet

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und die BASF SE haben ein gemeinsames Projekt zur Sicherheitsforschung gestartet. Fachlich begleitet wird das Projekt, das ein Forschungsvolumen von rund fünf Millionen Euro hat, von international führenden Experten der Nanoforschung: Prof. Dr. Günter Oberdörster (University of Rochester, USA), Dr. Flemming Cassee (National Insitute for Public Health and the Environment, NL), Prof. Dr. Uwe Heinrich und Dr. Susanne Rittinghausen (Fraunhofer ITEM) sowie Dr. Thomas Kuhlbusch (Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V.). Das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sind über einen internen Begleitkreis ebenfalls mit vertreten.

In Langzeitstudien sollen mögliche Langzeiteffekte von Nanopartikeln in der Lunge untersucht werden. Mit dem umfangreichen Projekt nimmt Deutschland nicht nur weltweit eine Führungsrolle in der Sicherheitsforschung bei Nanomaterialien ein. Diese vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Ministerium, Bundesoberbehörden und der Industrie ist auch beispielgebend und in dem Umfang bisher einzigartig. Die Studien sind auf vier Jahre ausgelegt und richten sich nach den Prüfvorgaben der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development). Insgesamt werden für das Projekt rund fünf Millionen Euro aufgewendet.

BASF verfügt über langjährige Erfahrung auf dem Gebiet der Nanosicherheitsforschung und international anerkannte wissenschaftliche Expertise. Bei dem Projekt führt die BASF die Inhalationsstudien durch. Die Schirmherrschaft und Gesamtkoordination des Projektes liegt beim BMU. Die Detailkoordination und anschließende Bewertung der Ergebnisse übernehmen dann die BAuA, das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als unabhängige Fachbehörden. Ein externer Beraterkreis aus hochrangigen, international renommierten, unabhängigen Wissenschaftlern begleitet die Untersuchungen wissenschaftlich.

Ziel der Studie ist es, fundierte Aussagen über die Langzeitwirkung verschiedener wichtiger Nanomaterialien treffen zu können. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Untersuchung von Wirkungen im Bereich niedriger Belastungen, die für den Arbeitsplatz und die Umwelt eine große Bedeutung haben. Mit der Studie werden erstmals chronische Wirkungen von Nanomaterialien im Niedrigdosisbereich ermittelt. Auf dieser Basis ist es möglich, Risiken abzuschätzen und Grenzwerte abzuleiten. Damit wird der Gesundheits- und Umweltschutz ein großes Stück vorangebracht.

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