Stand: Mai 2012
Forschung und Entwicklung sind ein wichtiges strategisches Element für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland und für das Erreichen der globalen Klimaschutzziele. Die Bundesregierung strebt an, die Anteile der erneuerbaren Energien auf 35 % des Stromverbrauchs und 18 % des Endenergieverbrauchs im Jahr 2020 zu steigern, 2050 sollen dann 80 % bzw. 60 % erreicht werden. Die Energieeffizienz soll massiv gesteigert, der Energieverbrauch bis 2050 halbiert werden. Diese Ziele wurden im Energiekonzept festgelegt. Der Beschluss, bis 2022 aus der Nutzung der Kernenergie auszusteigen, erfordert eine rasche Umsetzung der Energiewende.
Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert anwendungsorientierte Forschungsprojekte zu Windenergie, Photovoltaik und zur Integration erneuerbarer Energien in Deutschlands zukünftiges regeneratives Energiesystem. Ebenfalls werden Projekte in den Bereichen Niedertemperatur-Solarthermie, Solarthermische Kraftwerke, Geothermie, Querschnittsfragen der erneuerbaren Energien sowie Wasserkraft- und Meeresenergie gefördert.
Die Förderung von Forschung und Entwicklung trägt dazu bei, dass sich erneuerbare Energien erfolgreich am Markt behaupten können, indem die Technologien konsequent weiterentwickelt werden und die Preise für Herstellung und Anwendung kontinuierlich gesenkt werden. Die ersten Erfolge stellen sich ein: im Jahr 2011 betrug der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch Deutschlands bereits rund 20 %.
Die Bundesregierung hat die Energiewende zu einem der wichtigsten Themen der nächsten Jahrzehnte gemacht. Dies spiegelt sich auch im deutlichen Mittelzuwachs für die Förderung von Forschung und Entwicklung wider.
Die vom BMU geförderten Projekte werden vom Projektträger Jülich (PTJ) betreut. Einen Überblick über die im Laufe des Jahres 2011 geförderten Projekte bietet der Jahresbericht 2011 "Innovation durch Forschung".
Neben dem BMU fördern folgende Bundesministerien Forschung und Entwicklung im Rahmen des 6. Energieforschungsprogramms: