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Stand: Oktober 2013

Initiative zur energetischen Wohnungssanierung in Lettland

Dieses Vorhaben ging auf ein bereits im Oktober 2001 erfolgreich abgeschlossenes Pilotprojekt des Landes Berlin "Ozolciema iela 46/3" im Rigaer Stadtbezirk Zemgale zurück. Im Ergebnis der Umsetzung dieses Projektes konnte der Heizenergiebedarf durch Energiesparmaßnahmen (Gebäudeisolierung, Einbau neuer Fenster usw.) um etwa 55 Prozent gesenkt werden.

Initiative energetische Wohnungssanierung

Projektdaten

Projektdauer

03/2003 - 12/2005

Fördernehmer

Wohnungseigentümergenossenschaften nach lettischem Recht, nicht in Genossenschaften organisierte private Wohnungseigentümer und Kommunen

Land

Lettland

Fördersumme

580.000,00 Euro

Thema

Klimaschutz

Kooperationspartner

Ministerium für Umwelt der Republik Lettland

Umweltinnovationsprogramm Ausland (Republik Lettland)

Förderprogramm

Das Bundesumweltministerium unterstützt Investitionsprojekte im Ausland, mit denen sich unmittelbare Umweltschutzeffekte für Deutschland erzielen lassen oder die durch "Philosophietransfer" und möglichst große Multiplikatorwirkung die Bereitschaft zu Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen in den betreffenden Ländern erhöhen. Mit dem Umweltinnovationsprogramm Ausland sollen Umweltschutzpilotprojekte vor allem in den seit 2004 neuen EU-Ländern und den EU-Beitrittskandidaten finanziell gefördert werden. Dabei werden vor allem zwei Zielsetzungen verfolgt:

  1. unmittelbare, grenzüberschreitende Umweltschutzeffekte für Deutschland
  2. Maßnahmen gegen globale Klimaveränderungen

Mit den Projekten soll vor allem folgendes erreicht werden:

  • Philosophietransfer" für einen wirksamen Umwelt- und Klimaschutz im Rahmen der zu entwickelnden Kooperationsbeziehungen;
  • Multiplikatorwirkung mit Hilfe modellhafter kosteneffizienter Lösungen zur Verbesserung der Umweltsituation in diesen Ländern ("Leuchtturmprojekte");
  • Demonstration der praktischen Eignung und Leistungsfähigkeit neuer Produktionsanlagen und Verfahrenstechniken;
  • Verbesserung der Akzeptanz für den Umweltschutz in der Bevölkerung.

Mit dem Umweltinnovationsprogramm Ausland wird in erster Linie eine umweltpolitische Zielsetzung und keine Infrastrukturverbesserung, wie es beispielsweise bei entsprechenden EU-Programmen der Fall ist, verfolgt.

Zielgruppe

Forschungseinrichtung, Kommune, Unternehmen, Verband, Vereinigung, Öffentliche Einrichtung, Bildungseinrichtung

Wirkungsbereich

International

Fördergeber

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Partner Fördergeber

Ministerium für Umwelt der Republik Lettland

Förderfähig bei dem neuen Vorhaben "Initiative energetische Wohnungssanierung" waren energiesparende Maßnahmen zur komplexen energetischen Sanierung von bestehenden und bewohnten Wohngebäuden in Lettland. Die geförderten Maßnahmen wurden für ganze Wohngebäude nach einem einheitlichen Konzept durchgeführt und kamen allen Wohnungen des Wohngebäudes zugute. Gemäß den im Förderrahmenvertrag vereinbarten Bedingungen waren dies energiesparende Maßnahmen im Bereich der Raumheizung für mehrgeschossige Wohngebäude. Hierzu gehörten zum Beispiel ein Vollwärmeschutz der gesamten Gebäudehülle und die Modernisierung der Heizungsanlage zur individuellen Regulierung und Verbrauchserfassung in jeder Wohnung. Bei der Wahl der zu fördernden Maßnahmen wurden bereits durchgeführte Sanierungsmaßnahmen angemessen berücksichtigt. Mit gefördert wurden die Renovierung der Treppenhäuser sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes gemäß den im Förderrahmenvertrag festgelegten Bedingungen. Sonstige erforderliche Sanierungsmaßnahmen am Wohngebäude wurden nicht gefördert.

Der besondere Demonstrationscharakter dieses Vorhabens liegt in der für den Umweltschutz in Lettland wegweisenden Finanzierungskonstruktion durch Vergabe von Einzelkrediten an Wohnungseigentümergemeinschaften. Es wurden Projekte in vier Städten Lettlands durchgeführt. Das Gelingen dieses Modells war Vorbild für spätere staatlich geförderte Wohnungssanierungsprogramme in Lettland. Da in den Ländern Mittel- und Osteuropas derzeit etwa noch 43 Millionen Wohneinheiten in Plattenbauweise existieren, deren energetische Sanierung weitestgehend noch aussteht, ist das vom Bundesumweltministerium geförderte Vorhaben auch für andere Länder beispielhaft.

Die Förderung des Vorhabens erfolgte durch Zinszuschüsse zur Verbilligung eines  Darlehens und Investitionszuschüsse in Höhe von 580.000 Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm Ausland des Bundesumweltministeriums. Die Abwicklung des Projekts erfolgte fachlich und administrativ durch die KfW Bankengruppe.

Hinweise:

Das Vorhaben wurde im Jahr 2005 abgeschlossen.

Abschlussbericht:

Abschlussbericht in Deutsch, Englisch und Lettisch (PDF barrierefrei, 1,2 MB)