Stand: April 2012

In Deutschland werden zwei Stilllegungsstrategien verfolgt:

Direkter Abbau: Bei dieser Stilllegungsstrategie wird eine kerntechnische Anlage unmittelbar nach der endgültigen Abschaltung beseitigt. Erfahrungsgemäß dauern die Arbeiten zur Stilllegung eines Kernkraftwerks mindestens ein Jahrzehnt.

Sicherer Einschluss: Bei dieser Stilllegungsstrategie wird eine kerntechnische Anlage erst nach einer Periode des sicheren Einschlusses abgebaut. In diesem Zustand verbleibt die Anlage für eine bestimmte Zeit (z. B. 30 Jahre), um anschließend abgebaut zu werden. In Deutschland wurde der sichere Einschluss als Stilllegungsstrategie bisher selten angewandt.
Die Entscheidung, welche Stilllegungsstrategie realisiert werden soll, trifft der Anlagenbetreiber im Rahmen seiner unternehmerischen Verantwortung. Allerdings gibt die Bundesregierung dem direkten Abbau den Vorzug, um zukünftige Generationen nicht unnötig zu belasten.