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Atomenergie · Strahlenschutz
Strahlenschutz
Stand: Mai 2010
Bundesumweltministerium beauftragt Strahlenschutzkommission mit Bewertung der Ergebnisse der neuesten Mobilfunkstudie
Am 18. Mai sind im "International Journal of Epidemiology" die Ergebnisse der INTERPHONE-Studie erschienen. Ziel der Studie war es, mögliche Risiken für die Entstehung von Hirntumoren durch den Gebrauch von Mobiltelefonen zu ermitteln. Es handelt sich hierbei um die aufwändigste Forschungsarbeit zu diesem Thema, die von der EU, den 13 beteiligten Ländern sowie von der Industrie finanziert wurde. Deutschland beteiligte sich im Rahmen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms (DMF).
Das Ergebnis der INTERPHONE-Studie ist: Nutzer von Handys haben insgesamt kein erhöhtes Risiko an einem Hirntumor zu erkranken. Es gibt jedoch Hinweise, dass das Risiko für ein Gliom (bösartiger Hirntumor) bei intensiver Handynutzung (mehr als 1650 h über 10 Jahre) zunimmt. Nach Aussagen der Autoren erlauben systematische Einflüsse und Fehler jedoch nicht, auf einen kausalen Zusammenhang mit der Handynutzung zu schließen.
Die Ergebnisse der Studie decken sich mit den bereits veröffentlichten Teilergebnissen und stimmen auch mit den Ergebnissen des Deutschen Mobilfunkforschungsprogramms überein. Das Bundesumweltministerium hat die Strahlenschutzkommission um eine Stellungnahme gebeten, um die Aussagekraft der INTERPHONE-Studie zu bewerten.Aufgrund der Ergebnisse der Studie gibt es - nach einer vorläufigen Analyse - derzeit keinen Grund, von den bisherigen Bewertungen zu möglichen gesundheitlichen Risiken des Mobilfunks abzuweichen. Es wurde von Seiten des Bundesumweltministeriums wiederholt darauf hingewiesen, dass bis heute zwei Komplexe noch nicht geklärt sind: mögliche Langzeitrisiken für Handynutzungszeiten von mehr als 10 Jahren sowie die Frage, ob Kinder stärker durch hochfrequente elektromagnetische Felder belastet sind oder empfindlicher reagieren als Erwachsene. Hierzu besteht weiterhin Forschungsbedarf. Dieses Resümee ziehen auch die Autoren der INTERPHONE-Studie.
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