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Atomenergie · Strahlenschutz
Strahlenschutz
BMU - 2003 - 615
Entwicklung der Leukämieraten bei Kindern in den durch Tschernobyl radioaktiv belasteten Gebieten der ehemaligen Sowjetunion
- Schriftenreihe Reaktorsicherheit und Strahlenschutz -
Leukämien, insbesondere die im Kindesalter vorherrschenden akuten Leukämien, können durch ionisierende Strahlung induziert werden. Die Beobachtungen der Atombombenüberlebenden verzeichnen einen Anstieg der Leukämieinzidenz schon nach einer Latenzzeit von 2 Jahren [PRE 94],
wohingegen solide Tumoren erst nach etwa 10 Jahren gehäuft auftreten [SHI 95]. Dabei ist das zusätzliche relative Risiko (excess relative risk, ERR) pro Sievert mit 4,2-5,2 für Leukämien etwa 7,5 mal höher als für die Gesamtheit der soliden Tumoren (ERR 0,63) [PRE 94,
THO 94]. Die Risikoerhöhung ist hinsichtlich der Leukämien für Dosen ab 200 mSv belegt [DOL 98]. Wie das Risiko bei geringeren Dosen, also im low dose Bereich, aussieht, ist strittig.
Erscheinungsjahr: 2003
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