Sie befinden sich in diesem Bereich der Seite:
Startseite
Atomenergie · Strahlenschutz
Strahlenschutz
Stand: Mai 2006
Bundesumweltministerium bietet Leitfaden zur Sanierung radonbelasteter Wohnungen an
Das Bundesumweltministerium bietet Hilfen bei der Sanierung radonbelasteter Wohnungen an. Dafür hat das Ministerium die "Radon-Merkblätter" sowie das "Radon-Handbuch Deutschland" herausgegeben, in dem bautechnische Möglichkeiten zur Begrenzung und Reduzierung der Radonbelastung beschrieben werden. Beides wurde in Zusammenarbeit mit der Schweiz erarbeitet. Radon ist ein natürliches radioaktives Edelgas, das in höheren Konzentrationen Lungenkrebs auslösen kann. Seine Konzentration in der Bodenluft ist die Hauptursache für erhöhte Radonkonzentrationen in Gebäuden und Wohnungen.
Das Bundesumweltministerium hat im Rahmen eines Pilotprojekts die Sanierung von radonbelasteten Wohnungen modellhaft erprobt. Es konnte dabei demonstriert werden, dass auch bei stark belasteten Gebäuden durch geeignete Sanierungsmaßnahmen eine Reduktion der Radonkonzentration auf normale Werte erreicht werden kann. Das Bundesumweltministerium hat in seinen "Merkblättern zur Senkung der Radonkonzentration in Wohnhäuser" gestaffelte Empfehlungen zur Sanierung von Wohnungen in Abhängigkeit von der Radonkonzentration beginnend mit 100 Bq/m³ gegeben.
Das Bundesumweltministerium hat zusammen mit den Ländern ein umfangreiches Messprogramm durchgeführt, um die Regionen mit erhöhten Radonbelastungen zu identifizieren. Hierzu liegt inzwischen eine Landkarte vor, die die Belastungen in den einzelnen Regionen Deutschlands wiedergibt.
Die Strahlenschutzkommission (SSK) hat auf Basis der international und national vorliegenden Studien über das Risiko von Radon das Lungenkrebsrisiko bewertet. Die Ergebnisse zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen der Radonexposition und dem Lungenkrebsrisiko. Auf der Grundlage aller bisherigen Studien kann oberhalb einer Radonkonzentration von 100 Bq/m³ in der Atemluft von einer statistisch signifikanten Erhöhung der Lungenkrebsrate ausgegangen werden. Die SSK stellt fest, dass Radon das Lungenkrebsrisiko um ca. 10% erhöht, wenn die Radonkonzentration um 100 Bq/m³ in der Wohnraumluft steigt. Ca. 7% aller 40.000 Lungenkrebsfälle pro Jahr in Deutschland sind auf das Radon zurückzuführen.
Das "Radon-Handbuch Deutschland" kann gegen eine Schutzgebühr beim Verlag
Wirtschaftsverlag NW
Verlag für neue Wissenschaft GmbH
Postfach 10 11 10
27511 Bremerhaven
bezogen werden, die "Radon Merkblätter" sind kostenlos erhältlich beim
Bundesumweltministerium Referat RS II 2
Postfach 12 06 29
53048 Bonn
Tel.: 018 88/ 3 05-29 26.
-
Druckversion
-
Notizzettel
-
Seite empfehlen




