Die Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas ist mit Risiken für das Grundwasser und damit auch für die Trinkwassergewinnung verbunden. Dies ist eine der Kernaussagen des Gutachtens "Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätten", das im November des vergangenen Jahres von BMU und UBA in Auftrag gegeben wurde und dessen Ergebnisse nunmehr vorliegen.
Umweltauswirkungen von Fracking bei der Aufsuchung und Gewinnung von Erdgas aus unkonventionellen Lagerstätte –
Risikobewertung, Handlungsempfehlungen und Evaluierungbestehender rechtlicher Regelungen und Verwaltungsstrukturen
Unter Leitung der ahu AG Aachen hat ein interdisziplinäres Gutachterteam bestehend aus Mitarbeitern des IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasser Mühlheim, der Technischen Universität Darmstadt und der Anwaltssozietät Gaßner, Groth, Siederer et Coll. aus Berlin die besonderen Gefahren des Fracking untersucht und Vorschläge für Maßnahmen zur Risikominderung erarbeitet. Das Gutachterteam zeichnet sich durch ein hohes Maß an fachlicher Kompetenz und Neutralität aus. In der Kürze der zur Verfügung stehenden Bearbeitungszeit haben die Gutachter bemerkenswert umfassende und gut strukturierte Ergebnisse geliefert, die sowohl im naturwissenschaftlich-technischen als auch im rechtlichen Bereich vertiefte Erkenntnisse vermitteln. Dies verschafft die Basis, die weiteren Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gewinnung von Erdgas zu prüfen und ggf. entsprechende Anpassungen der geltenden Regelungen zu treffen.