Wettbewerbsfähigkeit, Energiesicherheit und Klimaschutz sind die Zielgrößen europäischer und nationaler Energiepolitik, beispielsweise des Energiekonzepts vom Herbst 2010 mit Anpassungen im Sommer 2011 oder der nationalen Klimaschutzinitiative. Die Einsparung von Energierohstoffen, deren effizientere Umwandlung und der Umstieg auf erneuerbare Energieträger sind Kernbestandteile des Energiekonzepts. Die Europäische Union verfolgt langfristig vergleichbare Ziele. Und auch global ist auf Dauer ein entsprechender Wandel notwendig, um die Erderwärmung auf maximal 2 °C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen und gleichzeitig allen Menschen den Zugang zu Energie zu gewährleisten. Dies ist bei der Klimakonferenz in Durban im Dezember 2011 im Grundsatz von allen Staaten anerkannt worden.
Wenngleich die Ziele also gesetzt sind, wird über den Weg dorthin und die Implikationen der verstärkten Energieeffizienz und des Ausbaus erneuerbarer Energien für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland trefflich gestritten. Wer trägt die zusätzlichen Kosten? Wird alles nicht viel zu teuer? Wem nutzt die Energiewende? Bieten sich neue Chancen? Diese Fragen gilt es für verschiedene mögliche Politiken und Zukunftsszenarien zu beantworten.