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Stand: Feb. 2011

Leitstudie 2010 - Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschlandbei Berücksichtigung der Entwicklung in Europa und global

Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland bei Berücksichtigung der Entwicklung in Europa und global

Das Bundesumweltministerium hat per 01.01.2009 ein Konsortium aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Fraunhofer Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) und dem Ingenieurbüro für neue Energien (IfNE) beauftragt, "Langfristszenarien und Strategien für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland bei Berücksichtigung der Entwicklung in Europa und global" zu erstellen.

Im Rahmen dieses Vorhabens wurde im August 2009 ein erster Bericht ("Leitszenario 2009") veröffentlicht. Ein weiterer Zwischenbericht des o.g. Forschungsprojekts ("Leitstudie 2010") wurde am 22. Februar 2011 vom Bundesumweltministerium im Internet veröffentlicht. Dieser Zwischenbericht reflektiert allerdings wesentliche neue energiepolitische Entscheidungen der Bundesregierung nur zum Teil und ist daher nur begrenzt aussagefähig. Im Zuge der Weiterarbeit an dem Projekt sollen im Jahr 2011 die Zielstellungen des Energiekonzepts vom Herbst 2010 vollständig aufgegriffen werden. Ziel sind Szenarien, die aufzeigen, wie die im Energiekonzept beschlossenen energie- und klimapolitischen Ziele erreicht bzw. übertroffen werden können.

Inzwischen wird in Presseberichten der Eindruck erweckt, es gebe grundlegende Diskrepanzen zwischen der „Leitstudie 2010“ und dem Energiekonzept der Bundesregierung. Diese Berichte geben Anlass zu folgender Klarstellung:

  • Im Energiekonzept ist das Ziel verankert, bis 2050 80 % des Bruttostromverbrauchs durch erneuerbare Energien zu decken. In den Basisszenarien der "Leitstudie 2010" werden gut 86 % erreicht. Dieser Wert ist mit Blick auf einen Betrachtungszeitraum von 40 Jahren eine unwesentliche Abweichung, im Übrigen widerspricht eine Übererfüllung auch nicht der Zielsetzung des Energiekonzepts. Im Kern bestätigt die "Leitstudie 2010" damit, dass das Ziel der Bundesregierung erreichbar ist.
  • Weiterhin ist im Energiekonzept das Ziel formuliert, den Stromverbrauch bis 2050 um 25 % zu senken. Zu dieser Zielsetzung enthalten die vorhandenen Szenarien (z.B. Energieszenarien für das Energiekonzept, Sachverständigenrat für Umweltfragen, Umweltbundesamt, WWF-Studie "Modell Deutschland") mehr oder weniger ambitionierte Annahmen. Die "Leitstudie 2010" unterstellt in den Basisszenarien A und C einen Rückgang des Nettostromverbrauchs ("Strom Endenergie") um rund 12 % und ist damit etwas weniger ambitioniert als das Energiekonzept der Bundesregierung. Dies impliziert aber keineswegs - wie die ambitionierten Stromverbrauchsrückgänge andere Szenarien zeigen - , dass die Zielsetzung des Energiekonzepts nicht erreichbar wäre. Im weiteren Verlauf des laufenden Forschungsprojektes zur Leitstudie wird die Zielsetzung, den Stromverbrauch um 25 % zu senken, aufgegriffen.
  • Zur Frage der künftigen Entwicklung fossiler Kraftwerke weist die "Leitstudie 2010" darauf hin, dass durch den Ausbau der erneuerbaren Energien einerseits und die Laufzeitverlängerung für Kernkraftwerke andererseits der Beitrag fossiler Kraftwerke künftig sinken wird. Dies zeigen allerdings bereits die für das Energiekonzept der Bundesregierung erstellten Energieszenarien auf, es handelt sich also nicht um neue Erkenntnisse.
  • Weitere wichtige Ergebnisse der Leitstudie 2010, wie beispielsweise die Minderung der Treibhausgasemissionen, weichen nicht von den Zielsetzungen des Energiekonzepts ab.

Insgesamt zeigt das breite Spektrum der in jüngster Zeit veröffentlichten Szenarien zur Energieversorgung, dass sehr verschiedene Wege denkbar sind, was angesichts eines Betrachtungszeitraums bis 2050 auch kein Wunder ist. Insoweit ist zu beachten, dass ein Szenario keine Prognose ist, sondern mögliche Entwicklungen aufzeigt.

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