Bundesamt für Strahlenschutz
Fachbereich Strahlenschutz und Umwelt
Köpenicker Allee 120-130, 10318 Berlin
Internet: www.bfs.de
Die Leitstelle für Fragen der Radioaktivitätsüberwachung bei erhöhter natürlicher Radioaktivität wurde 2002 vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Bundesamt für Strahlenschutz als Nachfolge für die Leitstelle Bergbau eingerichtet. Die Federführung obliegt dem Fachbereich "Strahlenschutz und Umwelt" in Berlin. Spezielle Fachaufgaben der Leitstelle betreffen die Bestimmung von Aktivitätsgehalten natürlicher Radionuklide in Umweltmedien und industriellen Rückständen (ENORM), Ermittlung der Strahlenexposition durch diese Stoffe und durch Radon und Radonzerfallsprodukte sowie der Gamma-Ortsdosisleistung über Flächen mit natürlichen Radionukliden.
Die nebenstehende Abbildung zeigt das Laborgebäude in Berlin, in dem die methodisch-analytischen Arbeiten zur Bestimmung von Radionukliden aus den Uran/ Radium-, Uran/ Actinium- und Thorium-Zerfallsreihen in Feststoffen, Wasserproben und biologischen Materialien durchgeführt werden. Dazu werden moderne Methoden zur Probenaufbereitung und zur Messung der Alpha-, Beta- und Gamma-Strahlungen bereit gehalten.
Zur Qualitätssicherung der Messung von Radon und Radonzerfallsprodukten wird ein Kalibrierlaboratorium betrieben. Durch die Akkreditierung ist der Anschluss der Messungen an die von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt gehaltenen nationalen Normale gewährleistet.
Die Überprüfung der von Länderbehörden und Firmen zur Ermittlung der Ortsdosisleistung benutzten Messgeräte erfolgt durch Kalibriervergleiche auf speziellen Referenzflächen.
Bundesamt für Strahlenschutz, Berlin (K. Wichterey)
Bundesamt für Strahlenschutz, Berlin (B. Hoffmann, W. Meyer)