Die Zeit der deutschen EU Ratspräsidentschaft (01.01.-30.6.2007) fiel zusammen mit der Veröffentlichung der neuen ICRP Empfehlungen, der Diskussion neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse im Strahlenschutz und Überlegungen, wie dies alles in gesetzgeberische Massnahmen bzw. Revision vorhandener Vorschriften einfließen könne. Es war deshalb wichtig, diese Erkenntnisse und Überlegungen mit internationaler Beteiligung auf nationaler Ebene zu diesem Zeitpunkt unter Einbeziehung von Verbänden, Fachgesellschaften, Bundesbehörden sowie Aufsichtsbehörden der Bundesländer zu diskutieren.
Die Konferenz diente in diesem Sinne gleichermaßen der Information und dem wissenschaftlichen Austausch, wie auch der Diskussion und der Formulierung von Empfehlungen an nationale Behörden und internationale Organisationen.
An der Konferenz haben ca. 180 Fachleute aus dem In- und Ausland teilgenommen. Sie wurde durch eine Ansprache von Bundesminister Gabriel eröffnet. Nach der Vorstellung der Empfehlungen durch den Vorsitzenden der ICRP, Lars-Eric Holm wurden von internationalen Vortragenden die Themen "Neuere epidemiologische Daten zur Strahlenwirkung", "Indoor-Radon-Studien" und "Beiträge der strahlenbiologischen Forschung zum Strahlenschutz" behandelt. Die "Eckpunkte für eine neue EURATOM-Grundnorm". Die Vorträge fanden eine positive Resonanz und wurden teilweise lebhaft diskutiert.
von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel
Rede von Ministerialdirigent Wolfgang Renneberg aus dem Bundesumweltministerium
Dr. Lars-Eric Holm, Vorsitzender der ICRP
Dr. Elisabeth Cardis, IARC (International Agency for Research on Cancer)
Dr. Margot Tirmarche, IRSN (Institut de Radioprotection et de Sûreté nucleaire)
Dr. Augustin Janssens, Europäische Kommission
Contributions of Radiobiological Research to Radiation Protection
Eero Kettunen, STUK Finnland
Dr. Helena Janžekovič, SNSA (Slovenian nuclear safety administration)