Stand: September 2003
Mit dem Start eines anlagenbezogenen Emissionshandelssystems für Treibhausgasemissionen im Jahr 2005 erreicht ein in der theoretischen Diskussion als sehr effizient eingeschätztes Instrument des Klimaschutzes das Stadium der großflächigen Umsetzung. Dabei ist dieses Instrument auch in der praktischen Anwendung keineswegs neu. Nach überwiegend positiven Erfahrungen mit einigen nationalstaatlichen oder unternehmensinternen Emissionshandelssystemen ergibt sich jedoch mit dem Start des Emissionshandelssystems für die – ab Mitte 2004 insgesamt 25 – Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ein Anwendungsraum, der eine bisher unbekannte Größe erreicht. Mit dieser sehr breiten Umsetzung ergeben sich wichtige Vorteile (weitgehende Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen, Marktfunktionalität etc.) aber auch Probleme (v.a. durch die Schwierigkeiten bei der – letztlich notwendigen – Harmonisierung der nationalen Systeme im stark subsidiär angelegten Umsetzungskonzept der Europäischen Union).